„Die Entwicklung in der Gastronomie in der Region ist enorm“, sagen die Restauranttester zum gestern erschienen „Restaurantführer 2018“ des KSM-Verlags in Ulm (186 Seiten, 13 Euro). Viele neue Adressen seien enthalten, viele hätten sich positiv entwickelt. Klaus Buderath kocht sich in Ulm mit dem „Lago“ in der Friedrichs­au „eindrucksvoll zurück an die Spitze der Region“. Der Vorjahressieger Burg Staufeneck in Salach belegt den dritten Gesamtplatz, der „Trüffel“ in Erbach hat einen Platz eingebüßt und ist Zehnter. Der „passionierte Gastgeber“ Helmut Hansmeier erhält viereinhalb von fünf zu vergebenden „Spitzen“ mit Ausrufezeichen. „Noch immer gelingt es der Küche, bodenständige Zutaten mit Spitzenprodukten in Szene zu setzen. Hansmeier kocht modern, aber frei von modernistischen Spielereien“, heißt es im Fazit.

Der „Adler“ in Ehingen und „Knupfer“ in Dettingen halten sich wie 2017 mit viereinhalb Spitzen im gehobenen Bereich. „Die Stilsicherheit dieser fast schon legendären Köche macht richtig Spaß“, heißt es beim „Adler“, auch wenn mehr avantgardistische Ideen gewünscht werden. Beim „Knupfer“ wird angemerkt, dass mehr Fisch sein dürfte, und ebenfalls neue Ideen. Besonders erfreute die Gäste hier wieder das selbst angebaute Gemüse, das verwendet wird.

Die Brauereiwirtschaft in Berg erhält drei Spitzen und wird als „wirklich gute und gut geführte Brauereiwirtschaft“ mit Liebe zum Detail bezeichnet. In der „Rose“ in Berg, ebenfalls im mittleren Segment, empfehlen die Ulmer die Grillabende. Dreieinhalb Spitzen gibt’s für Zimmermanns, die es schaffen, Tradition und Moderne mit regionalen Zutaten gekonnt zu verbinden. Für den Ehinger „Ochsen“. heißt die Überschrift „Kulinarisches Roulette“. Nur zweieinhalb „Spitzen“ gibt’s hier für gute Ideen, die aber teils weniger gut umgesetzt würden. Champignons in der „Schwabentraum“-Soße hätten „mit Metalldosen und Reifenherstellern mehr gemein“ als mit Gemüse,  schreibt der KSM-Verlag. Dafür überzeugten etwa der „sehr gute“ Büffel-Mozzarella mit „Lardo“ vom Schwäbisch-Hällischen Schwein mit Pesto sowie die Rinder-Bäckchen, die dem Gaumen schmeichelten.