Gemeinderat Neuer Plan für Logistikhalle der Brauerei

Ehingen/Berg / ah 19.01.2018

Am kommenden Donnerstag befasst sich der Ehinger Gemeinderat in öffentlicher Sitzung mit dem geplanten Bau einer Logistikhalle für die Berg Brauerei. Anlass ist eine Änderung im Verfahren: Inhaber Ulrich Zimmermann hatte zwar, wie vor zwei Jahren angekündigt, den Bauantrag für die 95 Meter lange und 52 Meter breite Halle gestellt und von der Stadt im März 2017 auch eine Genehmigung erhalten, doch im Zuge der Nachbarbeteiligung gab es von den Eigentümern der angrenzenden Grundstücke Einsprüche, die aktuell beim Regierungspräsidium zur Entscheidung liegen. Aus Tübingen kommt nun der Vorschlag für einen vorhabensbezogenen Bebauungsplan. Ein solches Vorgehen bietet eine größere Rechtssicherheit, weil es für das betreffende Gebiet am Festplatz in Berg bisher keinen rechtsverbindlichen Bebauungsplan gibt und der Neubau bislang nach § 34 des Baugesetzbuchs beurteilt worden ist, in dem es allein darum geht, ob ein Vorhaben nach Art und Maß der baulichen Nutzung in die Umgebung passt und seine Erschließung gesichert ist. Im Bebauungsplanverfahren werden dagegen auch planerische Ziele wie Nachverdichtung und Innenentwicklung sowie Erhalt, Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen  berücksichtigt und mit anderen Zielen abgewogen.

Stadt sieht Entwurf positiv

Seit Ende Dezember gibt es für dieses Verfahren auch einen Entwurf, den das Bauamt der Stadt positiv beurteilt: Eine nenneswerte Verschattung der angrenzenden Wohngebäude können ausgeschlossen werden, nachbarschützende Grenzabstände würden eingehalten und die Erschließung über Graf-Konrad-Straße, Angerweg und Schützenstraße sei so wie bisher, also gesichert. Die Verwaltung schlägt daher vor, den Bebauungsplan im beschleunigten Verfahren voranzutreiben. Stimmt der Gemeinderat am Donnerstag zu, wird der Entwurf 30 Tage öffentlich ausgelegt.

Für Ulrich Zimmermann ist die Logistikhalle die größte Investition, die er zu verantworten habe, und ein wichtiges Vorhaben zur Neuordnung auf dem Gelände der Brauerei. Auf dem Grundstück am Angerweg soll, eingegraben in den Hang, eine Halle mit Holzfassaden entstehen, in der Brauereizubehör und Leergut gelagert, kommissioniert und verladen werden. Zimmermann verspricht sich nicht nur rationellere Abläufe, sondern auch weniger Lärm, weil das Beladen dann in der Halle stattfinden wird.