Asyl Neue Lehrbücher helfen beim Deutsch lernen

Freude bei den Asylbewerbern in Oberstadion. Am Donnerstag haben sie Deutsch-Lehrbücher bekommen, die eine Stuttgarter Firma gespendet hatte.
Freude bei den Asylbewerbern in Oberstadion. Am Donnerstag haben sie Deutsch-Lehrbücher bekommen, die eine Stuttgarter Firma gespendet hatte. © Foto: MOSER_DORIS
DORIS MOSER 29.10.2015
Für die Asylbewerber in Oberstadion, in der Mehrzahl Männer aus Syrien, wird es nun mit neuen Lehrbüchern einfacher, die deutsche Sprache zu lernen. Gestern wurden die Bücher symbolisch übergeben.
„Wenn die Menschen nun hier sind, muss man doch dafür sorgen, dass die möglichst bald in Lohn und Brot kommen“, erklärt Petra Braunsteffer von der Firma GEFA in Stuttgart. Das Unternehmen hat 500 Euro für den Kauf von Büchern für den Deutsch-Kurs gespendet. Sie war gestern extra nach Oberstadion gekommen, um symbolisch die Bücher zu überbringen.

Sissi Kicherer vom Helferkreis Oberstadion hatte den Kontakt hergestellt, sie ist mit Petra Braunsteffer befreundet. Die Bücher lagen gestern schon bereit, Eva Fischer hatte sie bei der Firma Dangel in Munderkingen gekauft, dazu noch einige Lexika. Die zweite Gruppe der Asylbewerber, die im ehemaligen Gesundheitszentrum Schäfer wohnt, soll mit Hilfe dieser Bücher die deutsche Sprache lernen.

Die Männer aus Syrien besuchen wöchentlich drei Mal einen Kurs, den Peter Linden vom Internationalen Bund im DRK-Heim anbietet. Für weitere Sprachübungen sind Eva Fischer, Ruth und Jörg Seethaler sowie Eugen Britsch regelmäßig ehrenamtlich bei den Asylbewerbern. Einige sprechen gut englisch, manche gar nicht und so ist es nicht einfach mit der Verständigung. Dies braucht viel Geduld und Zeit.

Derzeit leben etwa 30 Asylbewerber in Oberstadion, überwiegend Männer aus Syrien. Aber auch zwei Familien aus Afghanistan und Palästina leben inzwischen hier, sie haben Räume im Wohnhaus. Eine Familie ist inzwischen nach Mecklenburg-Vorpommern weitergezogen. Der Vater war in Oberstadion, dann kamen in der Nacht überraschend seine Frau und die drei Kinder aus Syrien an. „Das was alles ziemlich schwierig und emotional, denn die Familie konnte hier komplett nicht bleiben“, berichtet Eva Fischer.