Tradition Neue Feldküche für DRK Oberdischingen

 Josef und Jutta Volz sowie Werner Kreitmeier und der DRK-Vorsitzende Thomas Oswald präsentieren stolz die „neue“ Feldküche, die beim „Tag des offenen Denkmals“ am kommenden Sonntag erstmals zum Einsatz kommt.
Josef und Jutta Volz sowie Werner Kreitmeier und der DRK-Vorsitzende Thomas Oswald präsentieren stolz die „neue“ Feldküche, die beim „Tag des offenen Denkmals“ am kommenden Sonntag erstmals zum Einsatz kommt. © Foto: Emmenlauer
Oberdischingen / Von Renate Emmenlauer 08.09.2018

Das DRK Oberdischingen ist inzwischen der einzige Ortsverein im Alb-Donau-Kreis, der im Bereich Katastrophenschutz mit einer Feldküche im Einsatz ist. Vergangenes Jahr ist das zwölfköpfige Rotkreuz-Team vier Mal im Ernstfall und zu Großübungen ausgerückt, um die Einsatzkräfte und weitere Helfer mit Verpflegung zu versorgen. Hinzu kommen noch einige „Event“-Termine, unter anderem der Erbacher Triathlon, der Einsteinmarathon sowie das Maibaumstellen – und der „Tag des offenen Denkmals“ in Oberdischingen.

Aufbau ein großer Aufwand

Seit 2007 gibt es die Feldküche beim DRK. Bislang hat die „alte“ Feldküche, Baujahr 1957, bei Ernstfällen und weiteren Aktionen gute Dienste geleistet. Gravierender Nachteil war, dass stets sechs Helfer zum Aufbau gebraucht wurden. „Das war immer ein riesiger Aufwand“, sagt Rotkreuz-Chef Thomas Oswald. Jetzt haben die Rotkreuzler im Auftrag des Regierungspräsidiums eine neue Feldküche bekommen. Nicht fabrikneu, da sie schon 26 Jahre auf dem Buckel hat, sie ist aber nach der Dienstzeit bei der Bundeswehr grundsaniert worden.

„Das ist ein richtiges Luxusteil“, sagt Jutta Volz, die „Herrin“ der Feldküche. Nicht nur, dass sie eine Person innerhalb von zehn Minuten betriebsbereit aufbauen kann, die Küche ist auch mit vier großen Kochtöpfen sowie je  zwei Bratröhren und Brätern bestückt.

Mit der modernen Feldküche wird das DRK beim „Tag des offenen Denkmals“ am morgigen Sonntag in Oberdischingen erstmals kochen und die fahrbare und geländegängige Verpflegungseinrichtung erstmals der Öffentlichkeit vorstellen. Passend zum Thema der  Ausstellung „Der Erste Weltkrieg 1914 bis 1918“ im Kultur- und Sitzungssaal des Rathauses bietet  das Rote Kreuz von der Mittagszeit an ganztägig mit historischem Essen, das in den kargen Zeiten damals auf dem Speiseplan der meisten Familien gestanden hatte. „Kleine originelle Gerichte zum Probieren, von herzhaft bis süß, natürlich zu Preisen fast wie von anno dazumal. Dabei könne der geneigte Gast längst vergangene Speisen wiederentdecken, wirbt Thomas Oswald. Wobei es auch übliche Grillspezialitäten sowie Kaffee und Kuchen gibt. Bei schönem Wetter wird im Kanzleihof bewirtet, bei schlechtem Wetter im katholischen Gemeindehaus „Maria Königin“.

Unterstellplatz gesucht

So stolz der DRK-Ortsverein über die Feldküche ist, so sorgenvoll blicken die Verantwortlichen in die Zukunft. Derzeit ist die alte Feldküche noch im Kanzleibau untergebracht, die neue steht im Schuppen vom Jutta und Josef Volz. Das größere Problem ist der Lastwagen, der übergangsweise Asyl im Feuerwehrhaus steht. Wohl aber nur noch ein Jahr, dann wird  Schluss sein, wenn das neue Löschfahrzeug den Platz braucht.

Im Freien abstellen würde nicht funktionieren, da das Fahrzeug immer voll bestückt ist, zudem auch Frost und Regen dem Lastwagen erheblich schaden würden. „Ohne den Lastwagen als Zugfahrzeug und Transportmittel für das umfangreiche Zubehör samt Zelt können wir die Feldküche keinesfalls mehr weiterbetreiben“, sagt der DRK-Vorsitzende. Thomas Oswald hofft auf eine Lösung seitens der Gemeinde oder des Landkreises, zumal die einzige Feldküche im Alb-Donau-Kreis sonst auch noch ihren Dienst quittieren müsste.

Programm zum Tag des offenen Denkmals

Programm Zum „Tag des offenen Denkmals“ am Sonntag, 9. September, stellt Werner Kreitmeier vom Museumsverein um 11 Uhr im Kultur- und Sitzungssaal des Rathauses sein neues Buch „Die Oberdischinger Herrengasse – Geschichte einer Straße“ mit 224 Seiten und 232 Abbildungen vor. Zudem gibt es anlässlich des Kriegsendes vor 100 Jahren eine Ausstellung „Der Erste Weltkrieg 1914 bis 1918“ auf 20 Meter Stellwänden und 60 Text- und Bildtafeln. Angeschaut werden können zudem original Versandhauskataloge aus den Jahren 1970 und 1917. Der Eintritt ist frei. re

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