Region Munderkingen Neue Chancen für Projekte

sanierter Marktplatz in Munderkingen mit Christbaum
sanierter Marktplatz in Munderkingen mit Christbaum © Foto: Honorarfrei (Karin Mitschang)
Region Munderkingen / KARIN MITSCHANG 10.01.2015
Ob Rundwanderwege in Munderkingen oder ein neuer Dorfladen: Die Region Munderkingen hat durch Leader mehr Potenzial für neue Projekte.

"Da werden wir sicher rangehen, uns um eine Förderung zu bemühen", sagte gestern Hauptamtsleiter Markus Mussotter zum Thema Rundwanderwege und Leader-Förderung. Für die Aktiven der Munderkinger "Rundwanderwege"-Gruppe aus dem Beteiligungsprojekt "Kleinstadtleben" ist es also eine gute Nachricht, dass die Leader-Aktionsgruppe Oberschwaben in die neue Förderperiode bis 2020 aufgenommen worden ist (wir berichteten). In den nächsten Monaten wollen die Munderkinger umsetzen, was sie in jahrelanger Arbeit ehrenamtlich konzipiert haben. Die neu auszuzeichnenden Wege sollen den Tourismus beleben und die Stadt lebenswerter machen. Ins Konzept des EU-Programms passt das Projekt allemal, ist es doch nachhaltig und barrierefrei und somit inklusiv.

In den anderen Gemeinden in der Verwaltungsgemeinschaft, die ebenfalls in der Leader-Aktionsgruppe Oberschwaben sind, gibt es zwar noch keine konkret benennbaren Projekte für Leader. Doch freuen sich alle, nun wieder Vereine, Verbände und Privatleute aufzufordern, Ideen zu sammeln. Wobei der Obermarchtaler Bürgermeister Anton Buck sagt, es sei "sehr zu wünschen, dass die Abwicklung in dieser Förderperiode weniger bürokratisch abläuft". Es sei so oder so erfreulich, dass neue Chancen für weitere Projekte da sind, auch wenn die vergrößerte Fördersumme nun auf weitaus mehr Fördergebiete verteilt werden muss. Immerhin kann jede Gruppe bis zu 4,7 Millionen Euro bis 2020 abrufen.

Die Gemeinde Lauterach, die Leader betreffend eine fünfjährige Pause eingelegt hatte, weil sie bereits in Projektförderungen über das Programm Plenum und über die Biosphärengemeinschaft bedacht wurde, ist nun wieder neu dabei. Bürgermeister Bernhard Ritzler (auch Untermarchtal) kann sich unter der Umsetzung der neuen Vorgabe, dass Frauenarbeitsplätze auf dem Land zu sichern oder zu schaffen wichtig sei, für die Region vorstellen, dass etwa Frauen zusammen einen neuen Dorfladen eröffnen könnten - ohne dabei an einen bestimmten Ort zu denken. Auch Nachbarschaftshilfe in Form eines Fahrdienstes könnte ein Thema werden. Als offizielle Förderschwerpunkte bei Leader werden angegeben: Innenentwicklung - die zukunftsfähige Gestaltung der Dörfer, Weiterentwicklung der Kultur- und Naturlandschaft, Nutzung vorhandener Potenziale bei regenerativen Energien, alternative Mobilitätskonzepte und die Unterstützung der Frauen im Ländlichen Raum.

Info LEADER ist eine Abkürzung der französischen Bezeichnung für "Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft". Das Programm wird zum größeren Teil von der EU, aber auch vom Land Baden-Württemberg finanziert. Im Schnitt löst ein Euro an Fördermitteln drei Euro an Investitionen aus. Mehr Wissenswertes auf: mlr.baden-wuerttemberg.de/de/unsere-themen/laendlicher-raum/laendlichen-raum-staerken/leader

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