Kommunalpolitik Neubau am alten Standort

In der jüngsten Sitzung des Schmiechener Ortschaftsrats prüften die Mitglieder die Baupläne der Firma Held, bevor sie grünes Licht gaben.
In der jüngsten Sitzung des Schmiechener Ortschaftsrats prüften die Mitglieder die Baupläne der Firma Held, bevor sie grünes Licht gaben. © Foto: Joachim Schultheiß
Schmiechen / JOACHIM SCHULTHEISS 17.01.2018
Der Schmiechener Ortschaftsrat erteilte dem Bauvorhaben der ortsansässigen Firma Held das Einvernehmen unter Auflagen.

Der Schmiechener Ortschaftsrat war sich bei seiner Sitzung am Montagabend einig. Die Räte um Ortsvorsteherin Kerstin Scheible äußerten sich zufrieden über die Pläne der ortsansässigen Firma Christian Held GmbH & Co.KG, dem Standort Schmiechen treu zu bleiben. Das alteingesessene Unternehmen mit derzeit 27 Mitarbeitern plant hier den Neubau eines kombinierten Produktions- und Verwaltungsgebäudes. Das bisherige Fabrikgebäude soll zu diesem Zweck abgerissen werden. Im Vorfeld hätten bereits mehrere Gespräche dazu mit dem Landratsamt stattgefunden und eine Grobplanung gebe es auch schon, teilte Scheible mit.

Schutz vor Hochwasser

Da das Fabrikgelände an der Schmiech in einem Gebiet mit der Hochwasserqualifizierung HQ 100 liegt – dies bedeutet, dass zu erwarten ist, dass die Schmiech an dieser Stelle etwa alle 100 Jahre über ihre Ufer tritt – seien verschiedene Maßnahmen zu treffen, erläuterte die Ortsvorsteherin. Der Neubau müsse entweder hochwassersicher errichtet oder alternativ höher gesetzt werden. Die Schmiech solle zudem an dieser Stelle renaturiert werden. Dadurch könne sie größere Wassermengen aufnehmen, führte die Ortsvorsteherin weiter aus.

Da das geplante Gebäude etwas weiter weg vom Gewässer stehen soll als das bisherige, müsse entweder ein Wegerecht eingetragen oder Grundstücke gekauft werden. So soll der jederzeitige Zugang zur Schmiech, zum Beispiel zum Mähen von Wasserkraut, gesichert werden. Die Ortschaftsräte stimmten dem Vorschlag von Scheible, dem Bauvorhaben das Einvernehmen zu erteilen, einstimmig zu, allerdings mit den Maßgaben Hochwasserschutz, keine zusätzlichen Emissionen und Gewährleistung des Zugangs zur Schmiech.

Ebenfalls einstimmige Zustimmung fand der Antrag von Ortschaftsrat Werner Meixner, die Teilnehmer an der Ministrantenwallfahrt nach Rom finanziell zu unterstützen. Die Gruppe von elf Schmiechener Ministranten, die zusammen mit anderen aus der Seelsorgeeinheit Schelklingen im Sommer an der Wallfahrt teilnimmt, erhält 550 Euro Zuschuss aus dem Ortsteilbudget. Weitere Projekte, die im Jahr 2018 über das frei verfügbare Ortsteilbudget abgedeckt werden sollten, fragte Scheible bei Ratsmitgliedern. So ist im Baugebiet südliches Hosenbändel die Errichtung eines Bolzplatzes angedacht. Der Wanderweg um den Schmiechener See soll familienfreundlicher gestaltet werden durch Maßnahmen wie Aufstellen von Spielgeräten.

Die Erneuerung diverser Fallenstöcke (kleine Wehre) über die Schmiech wurde angeregt. Diese sind teils baufällig. Es handelt sich dabei aber um technische Denkmäler. Die Ortschaftsräte regten an zu prüfen, ob nicht die Stadt Schelklingen dafür zuständig ist, da es sich um Teile der Verkehrswege im Schmiechtal handelt.

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