Ein Mann mit einer Motorsäge, der am Dienstag die Grellet-Linde auf dem Benkesberg bei Munderkingen bearbeitet hat, hat in den sozialen Medien für Wirbel gesorgt. „Mich hat auf meiner Gassirunde fast der Schlag getroffen“, schreibt eine Munderkingerin in der Gruppe „Munderkingen – unsere Heimat“ auf Facebook – und fragt sich, ob der stark zurückgeschnittene Baum überhaupt noch lebt.

Stadt Munderkingen gibt Entwarnung

Auf Anfrage unserer Zeitung kann Elvira Neuburger von der Stadtverwaltung Entwarnung geben: Der Mann mit der Motorsäge sei ein Mitarbeiter einer Fachfirma gewesen, die das Naturdenkmal im Auftrag der Stadt gepflegt habe. Der Linde gehe es gut. Sie habe unter dem letzten Sturm gelitten, wurde aber jetzt „zurückgeschnitten, damit sie im Frühjahr wieder kräftig austreiben kann.“

Über 100 Jahre alt

Die Linde auf dem Benkesberg ist nach dem 1887 verstorbenen Ingenieur Guillaume Grellet benannt. Ob der Baum 120 oder 130 Jahre alt ist, lässt sich im Stadtarchiv mangels einer Chronik des Verschönerungsvereins nicht sagen. Überliefert ist jedoch, dass der Verein die Sommerlinde zum Gedenken an seinen ehemaligen Vorsitzenden gepflanzt hat.