Mehr als 1000 Zuschauer sahen die Dokumentation „Die fünfte Jahreszeit“ des Ehinger Filmemaches und Fasnetsfans Nik Johannsen zu Jahresbeginn zum Auftakt der närrischen Tage im Kino. Diesen Dienstag, 2. Juni, kommt der Film auf vielfachen Wunsch auf DVD in den Handel: Er ist in der Buchhandlung Osiander und im Blumenhaus Zeller zum Preis von 15 Euro erhältlich.

Vom Erfolg der Arbeit selbst überrascht worden

„Die fünfte Jahreszeit“ ist im Zuge von Johannsens Film-Studium entstanden. „Fürs dritte Semester sollten wir einen Dokumentarfilm drehen“, erzählt er. Johannsen entschied sich, die Ehinger Fasnet in Szene zu setzen und begleitete dazu seine Mutter Elke durch die närrische Zeit. Nach 1,5 Jahren Produktionszeit war der Film im Dezember 2019 fertig. Am 10. Januar feierte er im Central Center auf großer Leinwand seine Kino-Premiere.
Vom Erfolg seiner Arbeit wurde Johannsen selbst überrascht – auch wenn er freilich gehofft habe, dass sie gut ankomme: Zwei Mal füllte der Film die Säle des Kinos, „manche wollten ihn sogar ein zweites Mal sehen“, freut er sich. Irgendwann sei die Frage aufgekommen: „Kann man den Film eigentlich kaufen?“ Als auch einige Lehrer die Dokumentation für ihre Schulen erwerben wollten, startete Nik Johannsen das Projekt DVD. Gegen ein Streaming-Angebot entschied er sich bewusst: „Weil es einfach schöner und wertiger ist, wenn man etwas in der Hand halten kann.“

Geld für den „Narrenschopf“ und die Zunft

500 DVDs hat er produzieren lassen. „Ich bin gespannt, wie es ankommt und wie schnell die DVDs weggehen“, sagt Nik Johannsen. Angst, kein Exemplar zu bekommen, müsse aber niemand haben: „Wenn in einem Monat alles weg ist, gibt es auf jeden Fall eine zweite Auflage. Jeder, der eine DVD will, bekommt auf jeden Fall eine.“ Ein Euro je verkaufte DVD geht an das schwäbisch­-aleman­nische Fast­nachtsmuseum „Narrenschopf“ in Bad Dürrheim, ein weiterer Teil des Erlöses soll außerdem an die Ehinger Narrenzunft Spritzenmuck fließen.

Weiterer Film ist nicht ausgeschlossen

Johannsen denkt unterdessen bereits an das nächste Filmprojekt. Vielleicht, so deutet er an, werde er nach seinem Studium einen weiteren Film über die Fasnet in seiner Heimatstadt produzieren. „Ich bin da definitiv nicht abgeneigt“, meint er. Da er seit diesem Jahr als Medienbeauftragter im Narrenrat sitzt, werde es künftig so oder so immer wieder bewegte Bilder des närrischen Treibens in Ehingen zu sehen geben.