Größtenteils harmonisch und entspannt sind die eineinhalb Jahre des Umbaus und Anbaus an der alten Molke in Obermarchtal verlaufen, das merkt man Reinhard und Florian Siegle an. Der Vorsitzende und der Zunftschreiber der Narrenzunft Obermarchtal haben zusammen mit den anderen fleißigen Vereinsmitgliedern mehr als 3000 Stunden Arbeit sowie 30 000 Euro an Material- und Handwerkerkosten investiert, um den Umzug vom Obergeschoss des Schlachthauses beziehungsweise Bauhofs ins „Eigenheim“ zu schaffen. „Wir sind voll in der Zeit, und ich habe darauf geachtet, dass wir auch im Kostenrahmen geblieben sind“, sagt Reinhard Siegle bei der Besichtigung.

Die „Narrenmolke“ soll vom 23. bis 25. Oktober gefeiert werden: Am Freitag mit einem Festabend für geladene Gäste mit Weihe, Umbau-Doku sowie Musik der Schupfnudelband, am Samstag mit dem beliebten Weindorf, am Sonntag mit dem Herbstfest mit Metzelsuppe. An allen drei Tagen kann das neue Vereinsheim besichtigt werden. Dort sind im barrierefrei erreichbaren Anbau, der als Haupteingang dient, die Garderobe, die Toiletten inklusive Behinderten-WC sowie Technik- und Heizraum untergebracht.

Im hellen Hauptraum ist die Decke neu, und wie in allen Räumen Böden und Wände saniert. Hinter der Theke geht’s durch einen Durchbruch in die neue Küche, die nun geräumiger ist. Ein Materiallager wird unter dem Dach sein, und im Obergeschoss finden im Büro- und Archivbereich sowie im Näh- und Materialraum endlich alle Dokumente, Leihhäser und sonstiges zum Verein Platz, die bisher teils verstreut bei den verschiedenen Familien in den Kellern lagen. „Dann ist endlich alles beieinander“, sagt Reinhard Siegle. Er und Florian Siegle betonen: „Am Festabend, an dem wir nur eine begrenzte Platzzahl haben, war uns besonders wichtig, dass wir die originellen Gruppen aus dem Ort dabeihaben. Sie sind das Herzstück unserer Fasnet.“ Zudem werden Vertreter der Landschaftszünfte der VFON, der Vereinigung Freier Oberschwäbischer Narrenzünfte, mitfeiern, deren Vorsitzender Reinhard Siegle bekanntlich ist.