"Wenn man Kinder hat, braucht man unter Umständen jedes Jahr neue Skischuhe", meinte Harald Bussinger bei der Skibörse der Ehinger Skizunft in der Turnhalle der Michel-Buck-Schule. So ähnlich erging es mehreren Müttern und Vätern, die ihre Sprösslinge für die kommende Saison mit Helmen, Skiern, Stöcken, Hosen, Jacken und Schuhen ausrüsteten. "Wir haben dieses Jahr viel Bekleidung", freute sich der Skilehrer Hugo Frech. "An Schuhen hätten wir noch mehr gebraucht", meinte er. Caroline, die 14-jährige Tochter von Harald Bussinger, probierte ein Paar Skischuhe an und wurde von Hugo Frech fachmännisch beraten. "Wahrscheinlich ist Caroline schon aus sechs Paar Skischuhen in neun Jahren herausgewachsen", schätzte der Vater.

Manche Käufer erwiesen sich als Profis im Einkauf von gebrauchten Schuhen. So prüfte Martin Prang auch mit der Nase, wie oft der Schuh schon in Gebrauch war. "Man sieht es dem Schuh an, ob er von einem oder zwei Kindern getragen wurde", meinte der Vater von Marie. Manche Schuhe wandern auch von Skibörse zu Skibörse. Deutlich werde das, wenn ein Preis auf der Sohle durchgestrichen ist und ein neuer Preis daneben stehe, wusste der Einkäufer. Der fachmännische Rat der Mitglieder der Skizunft war an jedem Verkaufstisch sehr gefragt. Manuela Thimm beriet bei den Helmen und empfahl einen Helm, bei dem die obere Kante über der Stirn mindestens so weit vor ragt wie die Nase des Kindes. Auch von zu locker sitzenden Helmen riet die Skifahrerin ab.

Für 50 Cent pro Artikel konnten Verkäufer ihre Ware anbieten. Viele Käufer deckten sich aber auch mit reduzierter Neuware ein.