Emerkingen Musikkapelle Emerkingen beeindruckt mit ihrem Jahreskonzert

Laternen, zwei Feuerschalen und zwei Ambosse: Die Musikkapelle Emerkingen mit Dirigent Gerhard Schlecker auf der fürs Konzert vergrößerten Bühne.
Laternen, zwei Feuerschalen und zwei Ambosse: Die Musikkapelle Emerkingen mit Dirigent Gerhard Schlecker auf der fürs Konzert vergrößerten Bühne. © Foto: Doris Moser
Emerkingen / DORIS MOSER 16.12.2013
Feuer leuchtet und wärmt und so war das Jahreskonzert der Musikkapelle Emerkingen ein kulturelles Ereignis, das noch lange leuchten wird und die Herzen der mehr als 300 Besucher gewärmt hat.

Schon die Dekoration wies auf das Motto hin: Kerzenschein tauchte die Römerhalle in stimmungsvolles Licht, vor der Bühne leuchteten Laternen und Feuerschalen und ganz rustikal rückten sich zwei Ambosse ins Bild. "Feuer" - unter dieses Motto hatte die Musikkapelle ihr Jahreskonzert gestellt und feurig ging es zur Sache. Wie seit Jahren war das Konzert das kulturelle Glanzlicht im Emerkinger Gemeindeleben und beeindruckte das Publikum. Mehr als 300 begeisterte Blasmusikfreunde füllten die Halle.

Die Jugendkapelle eröffnete das Konzert unter Leitung von Dirigent Gerhard Schlecker mit der Filmmusik "Chariots of Fire", die von Ereignissen bei olympischen Sommerspielen berichtet. Der Nachwuchs bewies sein musikalisches Können; auch mit dem rhythmisch geprägten Stück "Leuchtfeuer" stellten die 35 Jungen und Mädchen Spielfreude unter Beweis. Die Instrumente beschrieben die bizarren Feuerberge der Lava-Insel Lanzarote. Sofie Dreher glänzte bei diesem Werk als Saxophon-Solistin. Feuriger Beifall forderte eine Zugabe und der Nachwuchs zündete mit Eifer ein weiteres Feuerwerk. Mit "Feuer und Eis" setzte das Blasorchester, wiederum mit einem souveränen Gerhard Schlecker, einen furiosen Auftakt und beschrieb eine Show mit Fackeln und Akrobatik in winterlicher Bergwelt. Der "Göttin des Feuers" widmeten die etwa 70 Instrumentalisten das nächste Stück, das von der Göttin Pele erzählt, einer schönen und stolzen Frau. "Männer, die durchs Feuer gehen", berichtet mit dramatischen Klangtiraden von zwei Brüdern, beide Feuerwehrmänner, doch einer von ihnen stürzt bei einem Einsatz in den Tod. Die volle Kraft des Orchesters auf der eigens fürs Konzert vergrößerten Bühne war beim dynamischen "Drachenkampf" zu hören: Der Kampf zwischen Riese und Drache, der Riese gewinnt und bringt damit den Menschen in einem Bergdorf in Liechtenstein Ruhe und Frieden.

Kontrastreich führte das Musikwerk "Händel spektakulär" in ganz andere Gefilde. Diese 1748 komponierte Parademusik ist als wuchtiger Klassiker mit höfischem Zeremoniell dem österreichischen Kaiserhof gewidmet. Die Glanzleistung bei diesem niveauvollen Konzert honorierte das Publikum mit brausendem Applaus und erhielt die gewünschten Zugaben mit dem Stück "Feuerfest" von Johann Strauß, bei dem Walter Pfeifer und Moritz Schlecker als ältester und jüngster Schlagzeuger mit kräftigen Hammerschlägen auf die Ambosse wuchtige Akzente setzten. Ganz zum Schluss gab es die beschwingte Aufforderung "Feuer los" zum Mitklatschen.

"Mit enorm viel Leidenschaft hat Gerhard Schlecker mit den beiden Orchestern dieses Konzert vorbereitet", zollte der Vereinsvorsitzende Roland Lang dem Emerkinger Kreisverbands-Dirigenten ein dickes Kompliment und dankte ihm mit Blumen. Sträuße gab es auch für die charmanten Moderatorinnen Lea Röller, Anna Lang und Daniela Fiderer. Anerkennung galt ferner dem kreativen Deko-Team um Susanne Schlecker und Dieter Porombka. Jubel-Applaus und Bravorufe folgten Langs Nachricht, dass die bei einem Unfall im Mai dieses Jahres lebensgefährlich verletzte Marina Grab wieder so weit genesen ist, dass sie beim Konzert mitwirken konnte.

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