Frieden ist eine runde Sache – das ist eine der Botschaften, die von der vierten Station des Lebens-Horizont-Wegs in Mundingen ausgehen soll, die am Dienstagabend von freiwilligen Helfern aus der Ortschaft fertiggestellt worden ist. Die Gruppe um Ortsvorsteher Winfried Wohlleb mit Kurt Kirschbaum, Roland Schmitz, Rolf Scherb, Hans-Martin Mayer, Helmut Haydt und Alfred Leicht hat zuletzt feinen Kalkschotter auf die beiden Stuhlkreise und die Verbindungswege verteilt, begleitet von einem ganz ungewöhnlichen Licht: Immer wieder kamen dunkle Regenwolken, und dazwischen goldene Abendsonne, die zuletzt den Ansatz eines Regenbogens über dem Landgericht hat entstehen lassen.

„Frieden finden“ ist im Konzept des Tübinger Künstlers Martin Burchard die vierte Installation, die mit finanzieller Unterstützung Ehinger Unternehmer und örtlichem Engagement verwirklicht werden konnte: 60 Stühle aus verzinktem Stahl und gehobelter Eiche, 28 davon sind in einem Kreis angeordnet, die 32 anderen wild durcheinander. Symbolisieren letztere Konfliktsituationen und Unfrieden, weil man sich nicht ins Gesicht schauen kann, steht der Kreis für Harmonie. Die kleinen Lücken im Kreis sind bewusst: So sollen auch Menschen im Rollstuhl ihren Platz in der friedlichen Runde finden. Die Eröffnung ist für den 18. Oktober geplant.