Nachruf Munderkingen: Nachruf auf Hellmut Hummel

Hellmut Hummel wurde 63 Jahre alt.
Hellmut Hummel wurde 63 Jahre alt. © Foto: privat
Munderkingen / Ingeborg Burkhardt 10.07.2018
Hellmut Hummel, Schulleiter der Förderschule und Vorsitzender des Vfl, ist tot. Er starb am Samstag im Alter von 63 Jahren.

Mitgefühl für die Familie und tiefe Trauer empfinden die Menschen in Munderkingen, wo sich die Nachricht vom Tod von Hellmut Hummel in Windeseile verbreitet. Der Munderkinger starb am Samstagabend im Alter von 63 Jahren.

Mit aller Kraft hat sich Hellmut Hummel über Jahrzehnte an der Förderschule Munderkingen für die Kinder eingesetzt, förderte die Frühförderung von Kindern in den Kindergärten der Region, ein Wissen, das er aus seinem Zusatzstudium der  Sonderpädagogik in Reutlingen mitgebracht und eingeführt hat. Nach Jahren im Vorstand des VfL Munderkingen übernahm er ferner vor sieben Jahren als Vorsitzender  Verantwortung für den größten Verein in der Stadt.

In Isny geboren, blieb die Stadt im Allgäu Lebensmittelpunkt bis zum Studium. Sein Referendariat leistete er an der Ehinger Michel-Buck-Schule, dort lernte er seine Frau Michaela kenen, beide heirateten 1982, ein Jahr später zog das Paar nach Munderkingen, bekam mit Fabian, Larissa, Tatjana und Natascha vier Kinder. „Der plötzliche Tod war für uns sehr schmerzhaft“, sagt Fabian Hummel.

Tief erschüttert war Bürgermeister Dr. Michael Lohner, als er von Hellmut Hummels Tod erfuhr. „Mit Herrn Hummel verlieren wir einen außergewöhnlich rührigen und engagierten Lehrer und Schulleiter der Förderschule Munderkingen. Sein plötzlicher Tod macht uns alle sehr betroffen.“ Lohner zufolge wurde Hellmut Hummel 2004 zum Schulleiter berufen. Schon als Lehrer habe er stets die pädagogische Arbeit in den Mittelpunkt gestellt. Ein großes Anliegen sei ihm die Entwicklung der Persönlichkeit und die Vorbereitung auf das Berufsleben seiner Schützlinge gewesen. „Die Förderschule war sein Leben.“ Für das Projekt Munderkinger Kinder-Kino habe er zusammen mit den Schülern den Förderpreis der Stadt Munderkingen erhalten.

Tief betroffen von der Nachricht über den Tod seines langjährigen Kollegen und Vorgesetzten an der Förderschule zeigt sich auch Detlef Schlawin. Er könne die Verdienste von Hellmut Hummel für die Schule und die Frühförderung von Kindern kaum in Worte zusammenzufassen. Mit ganzer Kraft habe sich der Sonderpädagoge für die Kinder eingesetzt und es verstanden, das Kollegium zu begeistern. Stets sei Hummel auf der Suche nach Neuem gewesen, das er dann nach kurzer Beratung mit seinem Team auch umgesetzt habe.

Über alle Maßen eingesetzt

Josef Kloker, der frühere VfL-Vorsitzende, hat nach der Rückkehr aus seinem Urlaub vom Tod Hellmut Hummels erfahren. „Er war ein loyaler, kreativer, konstruktiver, kritischer Zeitgeist.“ Hummel habe sich „über alle Maßen hinaus für seine Förderschule eingesetzt“, an Wettbewerben teilgenommen, wo es nur ging. Nach der Fußball-WM 2006 in Deutschland habe er 25.000 Euro Fördergeld für den Aufbau eines Street-Soccer-Spielfelds im Stadion nach Munderkingen geholt – laut Kloker nur eines seiner Verdienste, die es zu würdigen gilt.

Der Trauergottesdienst am Freitag beginnt um 13 Uhr in der Pfarrkirche Munderkingen, anschließend erfolgt die Beisetzung.

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