Rückblick Müll bleibt stehen

Julia Deresko 11.01.2018

Vor 25 Jahren

Vergeblich hoffte so mancher Ehinger vor 25 Jahren auf die Leerung seiner Mülleimer. Kurz zuvor ist das neue Banderolensystem für die Müllabfuhr in der Stadt und in den Teilorten eingeführt worden. Doch so richtig reibungslos funktionierte die Umstellung wohl nicht. Mancher Bürger wunderte sich, dass die Müllmänner mit der Ankündigung der Stadtverwaltung zu Beginn des Jahres 1993 ernst machten und ohne Banderolen keine Mülleimer mehr leerten. „Ohne blaue und orangefarbene Banderolen ging nichts mehr“, wie zu lesen war. Verstärkt Ärger gab es bei Mietern in Wohnblocks. Etliche Mieter hätten die Gebührenstreifen von ihren Hausverwaltern nicht rechtzeitig bekommen. Und dies trotz einer Schonfrist, die von der Stadtverwaltung zugebilligt war.

Sprecher der Stadt und Ordnungsamtschef Ludwig Griener räumte ein, dass die Frist zwischen Versand der Banderolen und Inkrafttreten der neuen Müllgebührenverordnung „etwas eng“ gewesen sei. Allerdings gab er zu bedenken: Die Mieter hätten auch selbst bei der Stadtverwaltung vorab Banderolen kaufen können, dies hätten jedoch nur wenige Ehinger Bürger auch tatsächlich getan.

Bei allem Ärger, hätten die ersten Müllabfuhren mit den Banderolen auch etwas Gutes gehabt, wie zu lesen war. Das Müllaufkommen sei drastisch gesunken. Ein Fahrer berichtete, dass die jüngste Tour in Ehingen nur 7,5 Tonnen Hausmüll brachte, zuvor seien es 13 Tonnen gewesen.

Der Süddeutsche Rundfunk Stuttgart – S4 Baden-Württemberg – wollte  für seine Sendung „Klang und Sang aus Stadt und Land“ das Geläute der Dächinger Wallfahrtskirche zur schmerzhaften Mutter Gottes  aufnehmen und im Rahmen dieser Sendereihe ausstrahlen. Damit das Geläute ohne störende Nebengeräusche aufgenommen werden konnte, sollte in der genannten Zeit der Verkehr umgeleitet werden.

Vor 50 Jahren

„Großes Werk einer kleinen Gemeinde“, titelte die Zeitung vor 50 Jahren. Dabei ging es um Altheim mit damals 430 Einwohnern. Am Dreikönigstag konnte vor Ort der neue katholische Kindergarten eingeweiht werden. „Unterhalb der Kirche in der Dorfmitte gelegen, bildet der Kindergarten, der sich in die Dorfmitte gut einfügt, einen richtigen Mittelpunkt“, urteilte der Autor.

Der schneereiche Winter beschäftigte die Ehinger weiterhin. „Manche kommen sich wie Maulwürfe vor, wenn sie sich das erste Mal von zahllosen Schneeschipp-Einsätzen aus der Haustür herausarbeiten“, konnte man lesen. Ununterbrochen sei der Schneepflug durch Ehingens Straßen gefahren, damit diese wenigstens Zeitweise von Vorgärten und Feldern unterschieden werden konnten. Für diejenigen, die mit dem Schneepflug unterwegs waren, war es eine Sisyphusarbeit. „Alles schimpft auf uns“, klagte zwei Vorarbeiter. „Fahren wir nicht, kommen gleich Anrufe, von Leuten, die im Schnee stecken bleiben. Fahren wir aber dann durch die Straße, fangen die Hausfrauen an zu schimpfen, weil zwangsläufig der Schnee auf die gebahnten Gehwege geschleudert wird. Was soll man da machen?“, fragten die Männer.

Was die Welt vor 50 Jahren bewegte

Monderkundung Am 10. Januar 1968 landete „Surveyor 7“ auf dem Mond. Die amerikanische Sonde nahm die Bilderkennung ihrer Umgebung auf und funkte bereits 42 Minuten nach dem Aufsetzten in der Nähe des Kraters Tycho die erste von etwa einem Dutzend Aufnahmen zur Erde. Sie zeigten in groben Umrissen Einzelheiten des zerklüfteten Landegebiets. Besondere Genugtuung habe bei den Wissenschaftlern des Kontrollzentrums in Pasadena über die Präzision der Landung geherrscht. „Surveyor 7“ war die letzte der amerikanischen Mondsonden dieser Serie, deren Vorgänger die Aufgabe hatten, Landeplätze für künftige Mondfahrer zu erkunden.  jad