Ehingen / ANDREAS HACKER  Uhr
Mit einem neuen MRT hat die Radiologische Gemeinschaftspraxis Ehingen gestern ihren Wechsel auf modernste Technik fast abgeschlossen.

Die radiologische Diagnostik in der Gemeinschaftspraxis Ehingen ist auf dem modernsten Stand: Gestern hat ein Kran das neue MRT so vor die Gemeinschaftspraxis gehoben, dass der Magnetresonanztomograph durch eine Wandöffnung an seinen Platz geschoben werden konnte. Im Juli soll das Gerät dann eingesetzt werden, mit dem die vier Ärzte der Praxis - Dr. Wolfgang Krück, Dr. Klaus Elsner, Dr. Sebastian Thees und Dr. May Kim Tan-Rau - sowohl ambulante Patienten, die von Haus- oder Facharzt überwiesen werden, als auch Patienten des Ehinger Krankenhauses versorgen.

Das neue MRT ersetzt das bisherige Gerät aus dem Jahr 1998, mit dem Wolfgang Krück dieses bildgebende Diagnoseverfahren in Ehingen eingeführt hat. Zu den wichtigsten Verbesserungen gehört die vergrößerte Tunnelöffnung, was Engegefühl und Platzangst reduziert. Das Gerät ist auch deutlich leiser; ein Vorteil, meint der Kinderradiologe Klaus Elser, was die Untersuchung von Kindern leichter macht. Die Untersuchungszeiten sind mit künftig etwa 15 Minuten kürzer als bisher (25 bis 30 Minuten), dank digitaler Technik kann jede Körperregion sichtbar und damit untersuch- und behandelbar gemacht werden. Möglich ist auch der Einsatz in der Krebsdiagnostik zum Beispiel bei Untersuchungen der Brust oder der Prostata. Die hohe Bildqualität zeigt auch Details, was hilft, krankhafte Veränderungen schon frühzeitig zu erkennen - zum Beispiel Schäden am Gelenkknorpel.

Gleichzeitig wird auch der Untersuchungsraum umgestaltet; Naturbild, Wolkenhimmel, Lichtspiel und Musik sollen für Entspannung und eine schönere Atmosphäre sorgen.

Bereits seit Mai 2014 im Einsatz ist das digitale Röntgen, und seit diesem Mai das neue CT. Dieser Computertomograph ersetzt das Gerät, das Dr. Johannes Kaufmann 2006 für die damalige Praxis angeschafft hat. Es hat eine deutlich reduzierte Strahlenbelastung durch ein neues Verfahren zur Berechnung der Bilder und arbeitet mit sehr kurzen Untersuchungszeiten von 10 bis 15 Sekunden, weshalb die Luft nur noch kurz angehalten werden muss. Große Bereiche des Körpers können sehr genau untersucht werden und die Bilder stehen fast unmittelbar danach zur Verfügung. Neue Techniken wie die Perfusionsbildgebung des Gehirns machen es künftig möglich, sehr früh einen Schlaganfall zu erkennen. Eine Assistentin ist durch Sichtfenster und Wechselsprechanlage immer bei dem Patienten.

Das gesamte radiologische und nuklearmedizinische Leistungsspektrum der Praxis steht auch den Krankenhäusern Ehingen und Blaubeuren zur Verfügung. Die Krankenhausärzte können für Diagnosen und Therapieentscheidungen auch Vorbefunde zum Vergleich heranziehen, sofern der Patient zustimmt.