Mundingen Mitmach-Gottesdienst zur Schöpfung

Jeder Mensch ist aufgerufen, die Schöpfung zu bewahre. Dies wurde beim Mitmach-Gottesdienst zur Schöpfung in Mundingen deutlich. In der Kirche war eine Arche aufgebaut.
Jeder Mensch ist aufgerufen, die Schöpfung zu bewahre. Dies wurde beim Mitmach-Gottesdienst zur Schöpfung in Mundingen deutlich. In der Kirche war eine Arche aufgebaut. © Foto: Maria Bloching
Mundingen / MARIA BLOCHING 31.07.2018
Mundingen ist eine „Kirche im Biosphärengebiet“. Im Rahmen eines „Mitmach-Gottesdienstes“ wurde die Schöpfung von vielen Seiten betrachtet.

Als eine von sechs Kirchen im Biosphärengebiet hat Mundingen am Projekt „Entwicklungsräume für Mensch und Natur“ teilgenommen. Konfirmanden aus Mundingen sowie aus Zwiefalten und Hayingen haben dazu den Pfarrgarten zu einem Ort der Entfaltung und zu einem Überlebensraum für Tier- und Pflanzenarten gemacht.

Begleitet von Nabu-Biologin

Jetzt liegt dort totes Geäst, in dem sich Tiere verstecken können, Insekten und Vögel finden in Heckenstrukturen, Obstbäumen und Wildblumen Deckung und Nahrung, Wildrosen und Geißblatt verbreiten ihren Duft. Begleitet wurden die Konfirmanden sowie die Jungschar dabei von der Nabu-Biologin Karin Kilchling-Hink, die am vorvergangenen Sonntag beim Mitmach- und Familiengottesdienst zugegen war und eine Lanze für die Artenvielfalt brach.

Pfarrer Markus Häfele liegt diese ebenso am Herzen, deshalb will er dafür sensibilisieren. Eigentlich sollte der sonntägliche Gottesdienst im Pfarrgarten stattfinden, doch das schlechte Wetter – „wir sind dankbar, dass es regnet“ – wollte es anders. Die Gottesdienstbesucher wurden dennoch über all die Tiere und Pflanzen, die Gott gemacht hat, ins Staunen versetzt: „Und wir mittendrin“, sagte Häfele.

Artenvielfalt ist größer

Jeder Mensch sei aufgerufen, die Schöpfung zu bewahren und Gottes Wort Taten folgen zu lassen. Er habe den Wechsel geschaffen: Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht. „Damit sorgt er dafür, dass Pflanzen, Tiere und Menschen wachsen und gut leben können“. Alle hätten das gleiche Lebensrecht, alles was lebe, brauche aber auch Raum zum Leben.

Im Mundinger Pfarrgarten konnte durch viele Anstrengungen die Artenvielfalt vergrößert werden, der Garten dient nun der Lebensgemeinschaft von Mensch, Tier und Pflanze. Und schön ist er allemal, denn „schön ist, was dem Leben dient!“, wie Pfarrer Häfele sagte.

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