Fasnet Mit Trara den „Zenka ra“

Christina Kirsch 13.02.2018

Am Rosenmontag ist für die Ehinger der Umzug in Kirchen so etwas wie ein Pflichttermin. Hier springen die Ehinger Narren mit und auch die Zuschauer kommen aus der großen Kreisstadt ins rührige Dorf. Der 42. Rosenmontagsumzug wurde wieder von den Ehinger Narrenbüttel angeführt, dicht gefolgt vom Spielmannszug unter Tambourmajor Jürgen Zeller. Herunter vom „Zenka“ über die Kilichheimstraße und den Hirtenberg zum Rathaus schlängelte sich der Narrenzug mit großem Trara.

Dietmar Betz, der sich „Schbeis“ nennt, moderierte den Umzug an der Kirche und weiter unten am Rathaus begrüßte Martin Schrode die Gäste und Zuschauer. 21 Gruppen gaben Schlachtrufe vor, verschenkten Süßigkeiten und Kromet, bliesen manchem den Marsch und ließen die Fasnet hochleben. Der Kindergarten St. Martinus hatte sich das Motto „Wald“ gewählt. Die Fliegenpilze nahmen kleine Eulen an die Hand und man sah Häschen und Waldarbeiter.

Die Narrenzunft der Kirchener Bürgeles-Hexa präsentierte sich mit einer prächtigen Hexenpyramide und die Musikkapelle Kirchen verwandelte sich für die Fasnet in die „Stadtkapelle Kilichheim“. Die Venezianer aus Untermarchtal traten als Jäger mit Jagdhund und Schießgewehr auf und die Kirchener Grashüpfer nahmen als wilde Massai Oberbürgermeister Alexander Baumann gefangen.

Sieben auf einen Streich

Seit Jahren kommt die Saubach-Gugga aus Laupertshausen nach Kirchen angereist, um musikalisch ordentlich die Fasnets- Sau raus zu lassen. Mit Fliegenbatschern bewaffnet lief der Skiclub als tapfere Schneiderleins im Umzug mit und erledigte Sieben auf einen Streich. Zu siebt waren auch die Sieben Schwaben aus Lauterach, die jedes Jahr am Rosenmontag dem Hasen hinterher jagen und ihn bisher noch nie erwischt haben. Die Jugendfeuerwehr hatte ihren Nachwuchs in einen rollenden Käfig gesperrt und der Hundeausbildungsverein Kirchen kam wieder als Dalmatiner, Dackel und Co.

Als Patenverein der Kirchener durften auch die Dächinger nicht fehlen, die ihre „Schdrau-Buschel“, gebundene Stroh-Bünde, dabei hatten. Als gelb strahlende Smileys sorgten die Aktiven der Sportfreunde Kirchen für manches Lächeln am Straßenrand. Während und nach dem Umzug konnten Alt und Jung wieder in Garagen oder Lauben einkehren. Die für ihren Durst bekannten Ehinger Büttel nahmen schon während des Umzugs eine kurze Umleitung und ließen sich von klaren Getränken anlocken.

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