Sprache Mit Schwäbisch Schwobisch verstehen

Gudrun Brzoska (links) und Gudrun Müller hatten sichtlich Spaß am Entziffern und Vergleichen der Dialekte. In der Mitte die ungarische Deutschlehrerin Aniko Somlai.
Gudrun Brzoska (links) und Gudrun Müller hatten sichtlich Spaß am Entziffern und Vergleichen der Dialekte. In der Mitte die ungarische Deutschlehrerin Aniko Somlai. © Foto: Christina Kirsch
Ehingen / Christina Kirsch 11.07.2018

Die Schwaben hatten in Ehingen wenige Probleme, das „Schwobisch“ zu entziffern, das ihnen die ungarische Deutschlehrerin Aniko Somlai in einem kleinen Exkurs „Schwobisch für Anfänger“ vorgelegt hatte. Der Partnerschaftsverein Ehingen-Esztergom hatte Interessierte ins Franziskanerkloster eingeladen, um sich mit dem aussterbenden Dialekt zu beschäftigen.

Das etwa 1000 Jahre alte Schwäbisch haben die Zuwanderer, die sich donauabwärts ansiedelten, als ihre Sprache mitgenommen. So zeigte die Lehrerin, die 2013 über den Dialekt ihre Diplomarbeit schrieb, alte Postkarten. „Auv viderszehen“ oder mit dem Wunsch „geszegnete Osterfeiertage“ waren die Karten unterschrieben. Anhand von Lautverschiebungen und dem Vergleich von Buchstaben im Ungarischen und Deutschen entzifferten die etwa 20 Besucher die Texte und übersetzten das Schwobisch ins Hochdeutsch.

Dabei hatte der Workshop den Charakter einer Schulstunde, in der mit Schere und Klebstoff hantiert werden durfte. Mit Eifer gingen die Interessierten, die sich überwiegend im Partnerschaftsverein engagieren, ans Werk. Gudrun Brzoska und Gudrun Müller hatten sichtlich Spaß am Entziffern und Vergleichen.

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