Berg Mit Gernot Ernst dreht Jazzband richtig auf

Beste Stimmung hat die Jazzband 47 wieder nach Berg gebracht.
Beste Stimmung hat die Jazzband 47 wieder nach Berg gebracht. © Foto: Burkhardt
INGEBORG BURKHARDT 07.01.2015
Rund 150 Freunde und Fans der Jazzband 47 und des Pianisten Gernot Ernst waren am Samstag vom 26. Dreikönigs-Jazz in Berg begeistert.

Nicht ganz ernst meinte es die Jazzband 47 als sie am Samstag in der Brauereigaststätte beim 26. Dreikönigskonzert die Zugabe "Please don't talk about me" - zu Deutsch "bitte rede nicht über mich" - spielte. Das meinte auch das Publikum und sprach schon auf dem Nachhauseweg über Hermann Schacher, Manfred Pfütze, Peter Weber, Thomas Hergöth, Karl Schlegel, Manfred Walter und Gernot Ernst, die sie mit Dixieland, Swing und Blues begeistert hatten.

150 Anhänger der Jazzband 47 und deren Freunde waren gekommen um bekannte Titel, von ihrer Band neu arrangiert und mit Soli aufbereitet, zu genießen.

Nach dem klassischen Auftakt mit der "Bourbon Street" hatte Manfred Walter die Gäste begrüßt und gescherzt, dass der Saal vom heutigen Mittwoch an umgebaut und mehr Platz geschaffen werde - natürlich für ihr Konzert 2016. Die Jazzband-Familie nahms lachend zur Kenntnis, zumal die meisten die ersten sechs Konzerte damals im viel kleineren Gemeindesaal in Rottenacker miterlebt hatten. Nun, im größeren Haus, kam der Abend über New Orleans mit "I love Paris", in Erinnerung an Cole Porter, Frank Sinatra und Ella Fitzgerald, nach Europa und mit dem "Chimes Blues" von Louis Armstrong auf die Sonnenseite wieder auf die amerikanische Straße. Die Stimmung im Saal stieg nach der Pause bei "Stevedore Stomp" und mit dem Einstieg des Pianisten Gernot Ernst. Die gegenseitige Freude der Musiker im Wechsel mit Soli und beim gemeinsamen Spiel von Louis Armstrongs und Duke Ellingtons Titeln aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts schwappte schnell auf die Besucher über. So mitgerissen spendeten sie reichlich Beifall auch für die hervorragende Leistung des 42-jährigen Pianisten aus Ehingen.

In verschiedenen Besetzungen und mit Gesang widmete sich die Gruppe mit ihrem Gast im dritten Teil dem schönen und armen Gigolo aus Österreich, bevor sie mit Royal Garden zum Dixieland-Jazz zurückkehrten, den Evergreen "Stranger on the shore" spielten und sich mit "Buona sera" und Beifallstürmen für "Blue Monk" endgültig verabschiedeten. Am Eingang gab es die CD vom Konzert aus dem vergangenen Jahr.