„Wir haben das hier alles schön schwäbisch aufgebaut“, sagt der gelernte Zimmermann Peter Banderitsch, dessen Firma in der Berkacher Straße in Ehingen Spenglerarbeiten ausführt und sich auf Fassadenelemente aus Blech spezialisiert hat. Heute produziert der Betrieb Fassaden für große Parkhäuser oder Einkaufszentren. Die CDU-Bundestagsabgeordnete Ronja Schmitt hat den Familienbetrieb jetzt besucht und sich das Kanten und Biegen von Blechen zeigen lassen. Beeindruckt waren Ronja Schmitt und Gemeinderat Peter Groß auch von einer Drohne, mit der Andreas Banderitsch Fassaden und Dächer abfliegt, um Schäden feststellen zu können.

 Nächstes Jahr feiert die Firma ihr 25-jähriges Bestehen als GmbH. Die Anfänge liegen in einer Dreizimmerwohnung und einem Büroarbeitsplatz in der Küche. Peter Banderitsch ist Ehinger und unweit seines Firmenstandorts im Gries aufgewachsen. 1992 kaufte Peter Banderitsch das Grundstück an der Berkacher Straße, 1994 baute er die erste Halle. Bis 1999 habe man in Containern die Büroarbeiten abgewickelt, erzählt Ursula Banderitsch, die von Anfang an bis heute für das Büro und die Finanzen zuständig ist. Nach und nach erweiterte Banderitsch seinen Betrieb. Die letzte Lagerhalle kam 2015 dazu „und jetzt stoßen wir an unsere Grundstücksgrenzen“, erläuterte Peter Banderitsch seinen Werdegang gegenüber Ronja Schmitt.

„Jeder Tag ist eine Herausforderung“, sagt der Inhaber, dessen Sohn Andreas als Spenglermeister in der Firma mitarbeitet. Der zweite Sohn Martin ist Schlossermeister und studiert derzeit Bauingenieurwesen und Projektmanagement.

Die Firma beschäftigt etwa 50 Mitarbeiter, die meistens vor Ort auf Montage sind. „Bei Hagel stocke ich mit Leiharbeitern auf“, sagt Peter Banderitsch. Der Produktionsleiter Beqir Tairi demonstrierte das Biegen eines konischen Fassadenteils aus verzinktem und beschichteten Stahlblech, das auch an der Fassade des Firmengebäudes besichtigt werden kann.

Man habe sich mit Qualität und schneller Lieferung einen Marktanteil erarbeitet, meint Peter Banderitsch. Bisweilen werde auf der Baustelle entschieden, der Auftrag mit den nötigen Maßen per Handy nach Ehingen geschickt und sofort bearbeitet. Der Auftraggeber könne dann die Teile am nächsten Tag abholen.

Auf dem Hof der Firma liegen ein bis zwei Tonnen schwere Coils in Finkbeiner-Rot, Kärcher-Gelb und BayWa-Grün. Als Besonderheit führte Andreas Banderitsch die Drohne vor. Damit fliegt der Junior Dächer und Fassaden ab, um die Montage zu kontrollieren oder um Schäden zu besichtigen. Damit erspart man sich ein Gerüst und gewinnt Schnelligkeit in der Diagnose. Auch für die Wartung wird die Drohne eingesetzt.