Donautalbahn Ministerium sieht Schuld bei der RAB

Ehingen/Ulm / ah/sab 13.01.2018
Landrat Heiner Scheffold reagiert auf heftige Beschwerden von Fahrgästen und will höhere Kapazitäten auf der Schiene.

Heftige und anhaltende Beschwerden von Fahrgästen auf der Donautalbahn haben jetzt zunächst Landrat Heiner Scheffold als Aufsichtsratsvorsitzenden der Donau-Iller-Nahverkehrsverbund-GmbH (DING) und dann das Landesverkehrsministerium auf den Plan gerufen. Ergebnis: Edgar Neumann, Sprecher von Minister Winfried Hermann, findet deutliche Worte und weist der DB Zugbus Regionalverkehr Alb-Bodensee GmbH (RAB) die Schuld an den Missständen zu: „Im vorliegenden Fall handelt es sich offenbar um Schlechtleistungen der RAB, die zur Einschränkung der Kapazitäten oder zu den Ausfällen geführt haben“, antwortet Neumann auf Anfrage der SÜDWEST PRESSE und kündigt Schritte an: Das Ministerium habe die mit der Angebotsplanung beauftragte Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg gebeten, sehr zeitnah auf die RAB zuzugehen, um Kapazitätseinschränkungen und Zugausfälle auf der Donautalbahn zu klären und die RAB zur ordnungsgemäßen Leistungserfüllung aufzufordern.

Zuvor hatte Scheffold im Brief an Minister Hermann darüber geklagt, dass es im Bereich des DING seit Beginn des laufenden Schuljahres, verstärkt aber im Dezember 2017 und auch wieder in den ersten Schultagen des Jahres 2018 heftige Beschwerden über mangelnde Kapazitäten der Nahverkehrszüge gebe. So könne die Regionalbahn 22355  (Ulm an 7.20 Uhr) seit dem 8. Januar schon ab Herrlingen keine weiteren Fahrgäste mehr aufnehmen. Scheffold selbst hat beobachtet, wie an Werktagen vor Weihnachten im Zug 7.16 Uhr von Ehingen nach Ulm schon in Ehingen die Leute stehen mussten und in den Folge-Bahnhöfen Allmendingen, Schelklingen und Blaubeuren nicht mehr alle Wartenden aufgenommen werden konnten.

Auf Scheffolds Bitte, prüfen zu lassen, welche einsatzfähigen Fahrzeuge zur Verfügung stehen und alle verfügbaren Fahrzeuge auch älteren Baujahrs auch einzusetzen, antwortet das Ministerium mit dem Hinweis, dass die Probleme auch mit der Wartung der Fahrzeuge bei der DB Zugbus Regionalverkehr Alb-Bodensee GmbH (RAB) zusammenhängen würden. 

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