Gewässerschau Mehr Grün am Hausener Bach

Gerader Verlauf, fehlende Bepflanzung und tiefer Einschnitt: Der Hausener Bach müsste aufgewertet werden.
Gerader Verlauf, fehlende Bepflanzung und tiefer Einschnitt: Der Hausener Bach müsste aufgewertet werden. © Foto: Hacker
swp 17.04.2018

Verdohlt, ausgeräumt und ohne Bepflanzung: „Das Bild ist schon trostlos“, sagte Hannah Buck vom Landratsamt als Untere Wasserbehörde bei einer Gewässerschau am Hausener Bach zu Bürgermeister Hans Rieger und den Gemeinderäten Markus Traub und Stefan Burgmaier. Hier sollte dringend etwas verändert werden, empfahl die Fachfrau auch mit Blick auf den fast schnurgeraden Verlauf des zum Teil sehr tiefen Bachs. Beschattungen würden dem Gewässer gut tun und Bäume seien nicht nur für die Vogelwelt wichtig, sondern sorgten mit ihren Wurzeln langfristig für einen langsameren Abfluss.

Die Gemeinde ist verpflichtet, mindestens alle fünf Jahre eine Gewässerschau abzuhalten. Auch ihm sei es ein Anliegen, den Bach wieder aufzuwerten, sagte Rieger, aber das gehe zum einen schon aus finanziellen Gründen nicht alles auf einmal und zum andern seien die meisten Uferbereiche in Privatbesitz.  Weil aber vom 1. Januar 2019 an Gewässerrandstreifen auf einer Breite von fünf Metern nicht mehr als Acker bewirtschaftet werden dürfen, bieten sich nach Auffassung der Wasserrechtsbehörde Möglichkeiten, Verbesserungen zu erzielen. Rieger will deshalb die Ergebnisse der Gewässerschau mit dem Gemeinderat und den Eigentümern besprechen und sich vom Naturschutzbeauftragen Josef Stauber beraten lassen, welche Gewächse am Hausener Bach sinnvoll sind.

Holzsteg statt Betonbrücke

Größere Beanstandungen bei der Gewässerschau gab es vom Landratsamt nicht. Nur die Betonbrücke im Verlauf des Martinus-Wanderweges soll durch einen Holzsteg ersetzt werden. Beim Regenüberlaufbecken soll aus Sicherheitsgründen ein Gitter am Auslaufrohr angebracht und Ablagerungen im westlichen Bereich müssen entfernt werden.

Bürgermeister Rieger nutzte den Termin auch zur Klärung der Frage, ob der vorhandene Feld- und Radweg Richtung Emerkingen mit Makadam befestigt werden dürfe. Nein, lautet die Antwort von Hannah Buck: Der Bestand am Ufer sei geschützt, deshalb müsse der Weg bleiben wie er ist.