Der Matetag ist Tradition bei den Narren der Ehinger Zunft „Spritzenmuck“. Drum war der Saal im Hotel Adler am Freitagabend voll besetzt. Narrenchef Peter Kienle hieß in bester Laune Mitglieder, Freunde, Gönner und Helfer zum Namenstag des „Pfanna-Mate“ und der Matekapelle willkommen. Letztere machte ihrem Festtag alle Ehre und beförderten die Narrenschar – die noch nicht im Häs war, denn die schwäbisch-alemannische Fasnet beginnt erst an Dreikönig – mit ihrer Musik in Stimmung.

Nach den Worten von Kienle bietet der Matetag schon mal einen Vorgeschmack auf die legendäre Eh‘gner Fasnet und auch den gebührenden Rahmen, um verdienten Mitgliedern der Spitzenmuck-Familie wie auch Freunden und Helfern außerhalb der Zunft danke zu sagen. Für jeden Geehrten hatte der Narrenzunft-Chef lobende Worte parat. Unter anderem für die guten Geister im Hintergrund, etwa Hildegard Müller und Maria Seitz, die stets mit viel Liebe die Fasnetspüpple fertigen.

Büttelwache sorgt für Lacher

Erneut war die Verleihung der Zunftorden in mehrere Blöcke zwischen dem Bühnenprogramm aufgeteilt. Wie erwartet, strapazierte die „Büttelwache“ von Holger Baur, Wolfgang Hänle und Joachim Schmucker gehörig die Lachmuskeln des Publikums. Als Kulisse für die Wachtmeister-Runde dienten Dutzende Bierkästen, eine Stange mit Schwarzwürsten sowie die Groggatäler-Stele, eingerahmt von flackernden Kerzen. Das Trio politisierte, nahm dabei die hohe „Gefährdongslage“ durch Terroristen in den Blick. Passend dazu der vermeintliche Terroranschlag am Wenzelstein, wo sich dann herausgestellt hatte, dass eine Gaskartusche in der Garage von Büttel-Freund Almöh explodiert war.

Auch die Karriere von Narrenmitglied Manuel Hagel kam auf den Tisch, der seine Sicherheit auf der politischen Bühne einzig hinter den Kulissen der Eh‘gner Narren gelernt habe. Die geheime CDU-Kappensitzung am Fasnetsmontag im „Fuchs“ in Kirchen war Thema, ebenso die Stele als Fasnetsbildstöckle mit den Kerzen als „klois Gebet“. Arg war den Bütteln, dass die frühere brillante Finanzchefin Uschi (Veser) aushäusig war, von der Narrenchef Kienle ganz klar das Finanzgeschäft gelernt habe. Das Geschenk für die Zahlen-Uschi nahm  Peter Ölmajer in Empfang.

Mit einem lustigen Muckenspritzer-Quiz wurden sechs „Freiwillige“ auf den Wissensprüfstand quer durch die Narrenzunft gestellt. Den Schlusspunkt im offiziellen Programm setzten die Zumbamädels aus allen Gruppen, die ihr Publikum tänzerisch auf eine schwungvolle Flugreise mitnahmen.

Narrenzunft verleiht zahlreiche Zunftorden


Ehrungen Mit Zunftorden ausgezeichnet wurden Freunde, Gönner und Helfer außerhalb der Narrenzunft: Marcus Ruoß (MMS Light Sound), Michael Feiertag (städtischer Bauhof), Sonja Bohlien (Polizeichefin), Andreas Leicht (Feuerwehr), Dominik Korth (DRK), Ludwig Griener (Ordnungsamt der Stadt), Bianca Lerch (Spielmannszug), Jürgen Mangold und Tina Baudach (Eschengeister), Albert Zahn und Jessica Haupt (Turm Deifel). Entschuldigt waren die Vertreter der „Spittl Goischdr“ und der Trommgesellen Munderkingen. Sonderorden für Mitglieder der Narrenzunft gingen an Hermann Junginger, Ernst Walter, Maria Seitz und Hildegard Müller sowie an den Hexenmeister Stephan Birk von den Ehinger Hexen.

Zunftorden erhielten bei den Dämonen Carola Welz, Gerhard Glökler, Thomas Liebisch, Heike Jüngel, Holger Frey, Bernd Bausenhart, Sylke Huber und Stephan Luick; bei den Hexen: Shelley Nicole Gower, David Hamm, Jennifer Hoffstätter, Barbara Hofherr, Charlotte-Valerie Ilmer, Katrin Rauner, Miriam Schmiedeberg und Jeanette Unsöld;  Kügele: Nicole Kienzle, Silvia Wendel, Patricia Knab, Marion Kramer und Wolfgang Mall; Muckenspritzer: Manuela Ott, Alexander Meißner, Sascha Moll und Lothar Raiber. Zunftorden Matekapelle: Heinz Grimm, Karl Majer und Karlheinz Wekenmann. Zunftorden Büttel und Krettenweiber: Peter Bachner, Jan Hänle und Sebastian Reichle. re