Unternehmen Manuel Hagel besichtigt Ofenstüble in Griesingen

Franz-Josef Blumenthal erklärt Manuel Hagel die Funktion eines Ofens, hinten Jürgen Uhlmann, Richard Wiget und Bürgermeister Oliver Klumpp  (von links).
Franz-Josef Blumenthal erklärt Manuel Hagel die Funktion eines Ofens, hinten Jürgen Uhlmann, Richard Wiget und Bürgermeister Oliver Klumpp  (von links). © Foto: Rainer Schäffold
Griesingen / RAINER SCHÄFFOLD 06.10.2016
Ein beispielhaftes Unternehmen im ländlichen Raum nannte Manuel Hagel das Ofenstüble in Griesingen. Er hat dabei auch viel übers Schornsteinfegen erfahren.

Gemeinsam geht’s besser“: Nach diesem Grundsatz haben Jürgen Uhlmann, Franz-Josef Blumenthal, Richard Wiget und Stefan Haas schon vor Jahren gehandelt und in Griesingen das Ofenstüble gegründet. Davon hat sich gestern der Landtagsabgeordnete Manuel Hagel ein Bild gemacht. Er war angetan vom Gemeinschaftsunternehmen und nannte es beispielhaft, wie sich ein Unternehmen im ländlichen Raum gründen könne.

Gegründet wurde die Firma schon vor einigen Jahren, sie war früher im ehemaligen Lagerhaus untergebracht, das jetzt dem Feuerwehrhaus-Neubau weichen musste. Ursprünglich habe jeder der Vier einen eigenen Neubau geplant gehabt, sich dann aber für das gemeinsame Projekt an der Höhenstraße entschieden. Vor etwa einem Jahr war ist es fertiggestellt worden und bietet nun unter anderem einen „schönen Ausstellungsraum und viel Lagerfläche“, wie Bürgermeister Oliver Klumpp anmerkte. Er sei stolz, diesen örtlichen Betrieb zeigen zu können.

Die Firma biete Komplettlösungen an: vom Ofen bis zum Kamin. Derzeit mache den Inhabern der niedrige Öl- und der hohe Holzpreis etwas zu schaffen, dennoch seien schwere Holzöfen gefragt, Pellets im Kommen. „Wir statten viele Altbauten aus, in denen sich eine Heizung nicht rentiert“, sagt Jürgen Uhlmann.

Wie Blumenthal und Wiget ist er Schornsteinfeger, Stefan Haas ist Ofenbauer. Bei den Kaminfegern sei die Stimmung sehr gut, erfuhr Hagel von Blumenthal. Und auch die Auftragslage. „Wir verdienen mehr als vorher, seit es den Wettbewerb gibt.“ Dies ist seit Januar 2013 der Fall, nachdem das zuvor bestehende Kaminkehrer-Monopol gefallen war.

Zu kämpfen hätten die Schornsteinfeger mit vielen behördlichen Auflagen: „Wahnsinn. Du kommst nicht mehr aus dem Büro“, sagt Wiget. Auf eine Art gehen die Kaminkehrer wieder zu den Wurzeln: „Wir gehen wieder zurück zum Fegen“, sagt Blumenthal. Seit es Brennwertgeräte gibt, gingen die Messungen bei den Kunden zurück. Die Preise bei den Schornsteinfegern seien noch vergleichbar hoch, die Schere gehe aber auseinander.

Im Anschluss an den Besuch im Ofenstüble begab sich der Gast zum Feuerwehrhaus-Bau und traf sich danach mit drei Landwirten. Dabei ging es unter anderem um die Milchpreise, die Flächennutzung oder die Schweinezucht, berichtete der Bürgermeister.