Ehingen Volkshochschul-Kurs zeigt neue Ideen für den Grill

Es müssen nicht immer nur Steaks und Rote Würste sein. Gudrun Mack hatte bei einer VHS-Grillparty auch andere Ideen.
Es müssen nicht immer nur Steaks und Rote Würste sein. Gudrun Mack hatte bei einer VHS-Grillparty auch andere Ideen. © Foto: Christina Kirsch
Ehingen / Christina Kirsch 03.08.2018
Lammspieße mit Aprikosen, Spare Ribs mit Biersoße, gefüllte Champignons und Gemüsepäckchen: Was Gudrun Mack in Ehingen auf den Grill brachte, war alles andere als alltäglich.

Das Grillen im Freien gehört zum Sommer wie die Sonne und ein Urlaub. Aber mancher mag nach ein paar Grillabenden keine Steaks und Roten mehr sehen und sucht nach neuen Grillideen. Daher kam für neun Kursteilnehmer die VHS-Grillparty mit Gudrun Mack wie gerufen. „Ich möchte Ihnen neue Rezepte vorstellen“, sagte die Diätassistentin zu Beginn des Kurses.

Gemeinsam blätterte man die Rezeptideen durch und einigte sich auf eine spritzige Sommerbowle zu Beginn, einen erfrischenden Melonensalat, Forelle, Wurstspieße, Lammspieße mit Aprikosen, Bifteki-Spieße mit Tzaziki, Spare Ribs, gefüllte Champignons, Gemüsepäckchen, Quarkbrötchen und als Nachtisch Obstsalat und gegrillte Bananen.

Ein Auszug aus der Ideenschmiede: Spieße, Spare Ribs und zum Nachtisch gegrillte Bananen mit Schokolade.
Ein Auszug aus der Ideenschmiede: Spieße, Spare Ribs und zum Nachtisch gegrillte Bananen mit Schokolade. © Foto: Christina Kirsch

Grillgut nie in normale Alufolie wickeln

In der Küche des Franziskanerklosters gingen die Teilnehmer ans Schnippeln und Portionieren. Spieße wurden gesteckt, Marinaden gemixt und Melonenbällchen aus der Frucht gestochen. Schon hier gab es Tipps. „Die Holzspieße für die Bifteki am besten vorher in Wasser einweichen, sonst verbrennen sie beim Grillen“, empfahl Gudrun Mack.

Man solle sein Grillgut auch nicht in normale Alufolie wickeln, „weil die Säure die Beschichtung angreift“, erklärte die Kursleiterin. Spezielle Grillfolie eigne sich besser. Wenn genügend Abstand zur Grillkohle bestehe, könne man auch auf Backpapier zurückgreifen, war die Erfahrung einer Hobbyköchin, die ungern Alufolie verwendet. Bei den verwendeten Fischzangen sei es wichtig, die Metallstreben gut einzufetten. „Sonst bleibt Ihnen nachher die Fischhaut daran kleben“, wusste Gudrun Mack.

Kombination aus Minze und Kreuzkümmel

Am meisten waren die Teilnehmer auf die orientalisch gewürzten Lammspieße gespannt. Dazu wurden Lammwürfel in einer Marinade aus Öl, Kreuzkümmel, Knoblauch, Minze, Zimt und Chili gewendet, bevor sie mit halben Aprikosen auf den Spieß gesteckt wurden. „Die Kombination aus Minze und Kreuzkümmel war für mich die Überraschung des Abends“, berichtete Susanne beim Abschlussessen.

Höhepunkt des Abends war das gemeinsame Genießen der selbstgegrillten Leckereien.
Höhepunkt des Abends war das gemeinsame Genießen der selbstgegrillten Leckereien. © Foto: Christina Kirsch

Franz war gespannt, wie die Spare Ribs den Grill verlassen. Er hatte die Rippchen zuvor gekocht und das Fleisch zog sich bereits durch das Kochen etwas vom Knochen zurück. „Das ist ja ein gutes Zeichen“, befand der Teilnehmer. Eine Mischung aus Senf, Ketchup, Meerrettich, Worcestersauce, Tabasco und Zwiebelpulver wurde mit Bier zu einer Sauce verkocht, die köchelnd eindickte. Die gekochten Rippchen wurden mit Grillgewürz eingerieben und beidseitig jeweils zehn Minuten gegrillt. Erst ganz zum Schluss bekamen die Spare Ribs einen Überzug mit der Biersauce. Die Sauce wurde unter der Hitze schnell fest, was man beim Timen des Grillabends beachten muss.

Auch Gemüsepäckchen gelangen

Problemlos gelangen die Gemüsepäckchen, die aus gewürfelten Paprika, Tomaten, Zwiebeln, Zucchini, Aubergine und Fetawürfeln bestanden. Mit etwas Olivenöl, Salz, Pfeffer und mediterranen Gewürzen versehen, brutzelten die Gemüsehäufchen in Grillfolie vor sich hin. „Wenn es aus dem Päckle dampft, sind sie fertig“, wusste Gudrun Mack.

Im Kurs kamen zwei Pellets-Grills zum Einsatz, aber jeder konnte die Empfehlungen auch für den Grill zu Hause umsetzen. Beim Grill-Kurs spielte auch das Wetter mit und bescherte einen lauen Sommerabend im Hof des Franziskanerklosters.

Aufpassen und Wasser bereitstellen

Waldbrand „Sicher, man muss vorsichtig sein“, sagt Jan Duvenhorst, der stellvertretende Leiter des Fachdiensts Forst und Naturschutz über die aktuelle Waldbrandgefahr. So weit wie der benachbarte Kreis Biberach oder Landkreise in Bayern – dort wurde offenes Feuer und Grillen in Waldnähe verboten – gehe der Alb-Donau-Kreis aber nicht. „Das wäre hier noch etwas überzogen.“ Im Alb-Donau-Kreis mit seinen vielen Laubbäumen sei die Brandgefahr geringer als in Regionen, in denen es viel Nadelwald gibt (so etwa im Kreis Biberach). Außerdem spiele die Höhenlage eine Rolle, und es habe im Alb-Donau-Kreis immer mal wieder geregnet, führt Duvenhorst aus. Gegrillt werden sollte in der Natur dennoch nur an ausgewiesenen Stellen, es sei ratsam, Wasser bereitzuhalten oder etwas, mit dem ein mögliches Feuer ausgeschlagen werden könne. Zudem weist Duvenhorst auf das Rauchverbot in Wäldern hin, dass noch bis zum Oktober gilt. jb

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