Schelklingen Märchenhafte Stimmung im Schelklinger Musikerheim

Lachen unterm Fallschirm: Im Schelklinger Musikerheim herrschte zur Fasnet am Samstag märchenhafte Stimmung.
Lachen unterm Fallschirm: Im Schelklinger Musikerheim herrschte zur Fasnet am Samstag märchenhafte Stimmung. © Foto: Anne Laaß
Schelklingen / ANNE LAASS 09.02.2015
Märchenhafte Stimmung, sprengstofffreie Tänzerinnen und jede Menge Lacher sorgten am Samstag für einen unvergesslichen Abend im Musikerheim. Höhepunkt war der Auftritt des Siebenschläfers.

Die Musikerfasnet der Stadtkapelle Schelklingen stand unter dem Motto "Märchen", und so konnte man nicht nur Feen, Piraten und Könige sehen, sondern auch den surrealistischen Klassiker Pippi Langstrumpf. Wo würden sich ein Frosch, wenn es nicht sogar Kermit persönlich war, mit Hexen, Skeletten und mehreren Zwergen treffen, wenn nicht zum Musikerball in Schelklingen.

Außer einem professionellen Showtanz von "Marlenes Tanzmädels", der die Gäste in ein Märchen aus 1001 Nacht entführte, sorgte die Brass-Band für einen furiosen Auftakt des Abends. "Das war ein geiler Auftritt", lautete der Kommentar eines Hexers. Im Anschluss sorgte Hilde, eine recht maskulin wirkende Frau, für viele Lacher, die sich meist auf die Situation der Stadtkasse Schelklingens und weitere kommunale Probleme stützten. Der Musikverein freut sich in jedem Fall auf ein Wiedersehen mit Hilde, wenn auch "die Assistentin" Wolfgang Bierers, auch bekannt als der stellvertretende Vorsitzende Thomas Tonnier, nach dem missglückten Paarungsversuch etwas irritiert wirkte. Aber zur Fasnet ist alles erlaubt.

Der Siebenschläfer betrachtete auch in diesem Jahr kritisch die Lage Schelklingens und der restlichen Welt, frei nach dem Motto, dass "Kinder und Narren die Wahrheit sagen", wie es Siebenschläfer Günter Leichtle so passend formuliert hat. Die Themenfindung schien dem Mann in Weiß mit Pantoffeln und Schlafmütze nicht schwer zu fallen. Von Pro Schelklingen, die "Querdenker" der Stadt, die "kleine Gartenschau" im Sommer oder sozial engagierte Malerinnen über schottische Wetterverhältnisse und ein unschuldiges Zementwerk bis hin zu "Schelklingen sucht den Super-Bürgermeister" - nichts ließ er aus. Selbst die Asterix-Übersetzung eines Zitats Cäsars durfte nicht fehlen. Für Bravo-Rufe und Applaus sorgte die Idee "Leichtle Paul for president!" - wohl vielmehr als Schelklingens Bürgermeister.

Klare Worte fand der Siebenschläfer auch zu einer verpatzten Schlüsselübergabe seitens der Stadt an die Narren. Terror und Angst sollten nicht ignoriert werden, jedoch dürfe man "Freude und Lachen" sowie deren positive Wirkung nicht unterschätzen, da sonst das Ende der Welt vorprogrammiert sei. Mit teilweise stehenden Ovationen wurde der Siebenschläfer ins nächste Jahr verabschiedet und die Stimmung des Balls gehoben.

Vorsitzender Wolfgang Bierer animierte die Gäste zum Tanzen und dazu, den Abend zu genießen, was durch die Musik von DJ Kev auch schnell gelang. Aber auch Bierer konnte sich den einen oder anderen, fast britisch anmutenden Scherz nicht verkneifen. So gab er Entwarnung, dass Marlene oder eines der Tanzmädels vielleicht einen Sprengstoffgürtel umgeschnallt hätten. "Wir haben sie vorhin alle gründlich nach Sprengstoff untersucht", sagte er. Die vielen Gäste mussten herzhaft lachen. Die beiden Narrenvereine, die Waldhutzla sowie die Schelklinger Narrenzunft, bereicherten das Programm durch ihre Anwesenheit.