Das Fasnetsliedersingen ist in der Ehinger Fasnet ein fester Bestandteil. Seit dem Jahr 2001 wird es nach dem Motto „Was wär d’Fasnet ohne Gesang und Musik“ schon gepflegt. Einst im Café Roßmanith begonnen, findet der schöne Liederabend seit dessen Aus nun im Badischen Hof statt. Am Freitagabend hatten die Organisatoren der Narrenzunft „Spritzenmuck“ um Josef „Bebe“ Mantz wieder zum gemeinsamen Singen mit Liedern aus der Kügeleshausener Fasnet eingeladen. Die fasnetsmäßig geschmückte Gaststube war proppenvoll. „Wir sind seit der Premiere jedes Jahr dabei. Diese schöne Tradition wollen wir nicht missen. Das ist doch Heimatgefühl pur“, schwärmte eine Gruppe älterer Besucherinnen. Der Blick durch die reihum entspannten und fröhlichen Mienen bestätigte dies. Die Original Gläbberles Kabell mit Josef Mantz, Günther Lepple, Willy Schüssler, Gerold Braun, Ernst Gungl und Wolfgang Stiehle gab musikalisch mächtig den Ton an und animierte zum Mitsingen. So schafften sich Instrumentalisten und das Publikum den Abend über durch das neue Liederbüchle mit inzwischen 15 Kügeleshauser Fasnetsliedern. Darin enthalten sind der Kügele-Hoi-Marsch und das Muckenspritzer-Lied „1850 so“, das „Eh’gner Kügele-Schunkellied“ und „Wir sind die Kügele von Kügeleshausen“. Schnell intus hatten die Besucher das neue Lied „Guck, da juckt ab Kügele“, das Regina Rak unlängst geschrieben hat. Mit dem „Matelied“, dem „Gassenrenner“, „Rutscht a Hex da Ochsabuckel na“, dem „Eh’gner Käthralied“, „Dämonalied“, „Groggatälerlied“, „Büttel- und Krettaweiberlied“, „O Kügeleshausener Fasenacht“ sowie „Onser alte Stadthall“ und dem „Ausheinalied“ nahm der kurzweilige Abend seinen Lauf – man schwelgte im siebten Narrenhimmel, immer wieder gespickt mit dem wohlbekannten Narrenruf der Ehinger Fasnetsgruppen.

Neues Büchlein verkauft

Übrigens wurde beim Fasnetsliedersingen das neue Liederbüchlein an jene gegen einen kleinen Obolus verteilt, die bei der gut besuchten Erstvorstellung vergangene Woche in der „Ehinger Rose“ nicht dabei sein konnten. Das eine oder andere Lied war ganz frisch komponiert oder neu aufgefrischt. Aber alle haben eins gemeinsam – sie huldigen der schönen Ehinger Fasnet mit all ihren Facetten, ihrer originellen Historie und dem reichen Brauchtum.