Ehingen/Paris / SWP  Uhr
Den Kran gibt es schon seit zwei Jahren, jetzt ist das Liebherr-Ein-Motoren-Konzept mit einem Innovationspreis ausgezeichnet worden.

Auf der Bauma 2013 hatte Liebherr den neuen 300-Tonner LTM 1300-6.2 mit einer völlig neuen Antriebstechnik zum Betrieb des Kranoberwagens vorgestellt: Anstatt des in dieser Größenklasse üblichen Zwei-Motoren-Konzepts wird der Kran nur durch einen Motor mit mechanischer Welle angetrieben. Vom Verteilergetriebe im Unterwagen werden Gelenkwellen über zwei Winkelgetriebe durch die Drehkranzmitte zum Pumpenverteilergetriebe im Oberwagen geführt. Mehrere Dutzend Geräte des neuen Krantyps bewähren sich inzwischen auf Baustellen weltweit.

Jetzt ist, wie das Liebherr Werk Ehingen gestern mitgeteilt hat, der LTM 1300-6.2 in Paris mit dem ESTA Award of Excellence in der Kategorie Innovation ausgezeichnet. Dabei sei das innovative Konzept hinsichtlich mehrerer Faktoren bewertet worden: Mit der Welle werde ein hoher Wirkungsgrad erzielt, die Gewichtseinsparung ermögliche eine Traglaststeigerung des Krans, der Wartungsaufwand werde reduziert und mit dem ECOmode auch der Kraftstoffverbrauch minimiert. Die Jury bezeichnete die Ein-Motor-Lösung von Liebherr als einfaches und schlüssiges Konzept, das sich als neuer Standard bei Mobilkranen durchsetzen werde.

Auch Betreiber bewerten den neuen Kran äußerst positiv. Uwe Langer von der Riga Mainz ist voll des Lobes: "Wir sind mit dem LTM 1300-6.2 sehr zufrieden. Der Kran überzeugt technisch mit einem sehr guten Handling, hoher Flexibilität, hervorragenden Traglasten und kurzen Rüstzeiten, auch durch die sehr einfache Ballastierung."

Die positiven Rückmeldungen der Kunden bestätigen nach Ansicht von Unternehmenssprecher Wolfgang Beringer die Entscheidung, auf einen separaten Oberwagenmotor zu verzichten. Der zweite Kran mit dem Liebherr Ein-Motoren-Konzept ist der 5-achsige LTM 1160-5.2. Er wurde 2014 auf der Conexpo in Las Vegas erstmals präsentiert. In diesem Jahr zeigte Liebherr den neuen Kran dem europäischen Publikum auf der Intermat in Paris.