Geburtstag Lehrer und Architekt der Partnerschaft

Die Städtepartnerschaft mit Esztergom ist sein großes Thema: Wolf Brzoska (rechts) mit Alt-OB Johann Krieger vor dem Hinweisschild vor der Lindenhalle in Ehingen.
Die Städtepartnerschaft mit Esztergom ist sein großes Thema: Wolf Brzoska (rechts) mit Alt-OB Johann Krieger vor dem Hinweisschild vor der Lindenhalle in Ehingen. © Foto: Jirmann/Archiv
Ehingen / Andreas Hacker 10.10.2018

Er ist so etwas wie Herz und Kopf der Städtepartnerschaft mit Esztergom: Ohne Dr. Wolf Brzoska wäre vor bald 30 Jahren die Beziehung mit der alten ungarischen Königsstadt an der Donau nicht so zustande gekommen, wie sie sich seither entwickelt hat – als eine Verbindung zwischen Vereinen und Bürgern. Morgen feiert Brzoska im Kreis von Familie, Freunden und Weggefährten in seinem Haus im Wolfertweg seinen 80. Geburtstag und Oberbürgermeister Alexander Baumann kommt zum Gratulieren.

Es greift aber zu kurz, würde man den promovierten Naturwissenschaftler und langjährigen Gemeinderat der Freien nur unter dem Gesichtspunkt Esztergom würdigen, auch wenn er für seine Verdienste darum gleich mehrfach ausgezeichnet worden ist: mit der Ehrenbürger-Urkunde von Esztergom, mit der Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg und mit der Verdienstmedaille „Pro Cultura Hungarica“. Brzoska war mit der mindestens gleichen Hingabe auch Lehrer, der mit Lust am Experimentieren bis zum 75. Lebensjahr noch unterrichtet hat, weil ein befreundeter Schulleiter in Blönried im Kreis Ravensburg den Pensionär einst um Aushilfe gebeten hatte.

Wolf Brzoska wurde in Ehingen geboren und hat nach dem Abitur am damals noch Humanistischen Gymnasium in Saarbrücken, Freiburg und Innsbruck Chemie, Biologie und Geologie studiert und in Innsbruck auch promoviert – mit einer Arbeit über den Energiehaushalt von Pflanzen im Bereich der Schneegrenze, erforscht in 3200 Meter Höhe. Nach dem Referendariat in Rottweil kam Brzoska mit seiner Familie Anfang der 1970er Jahre zurück nach Ehingen. Von 1999 bis 2004 war er im Auslandsschuldienst, zuerst in Rumänien, dann in Ungarn. 1989 ist er erstmals in den Gemeinderat gewählt worden, eine für ihn wichtige Aufgabe. Deshalb will er auch 2019 nochmals kandidieren.

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