Region Munderkingen Leader-Gruppe: Oberschwaben wieder im EU-Programm

Bürgermeisterin Romy Wurm, Vorstand der Leader-Aktionsgruppe Oberschwaben
Bürgermeisterin Romy Wurm, Vorstand der Leader-Aktionsgruppe Oberschwaben © Foto: Doris Moser
Region Munderkingen / KARIN MITSCHANG 08.01.2015
4,7 Millionen Euro kann die Leader-Gruppe Oberschwaben bis 2020 für neue Projekte ausschütten. Neu mit dabei im Förderprogramm ist Lauterach.

"Wir freuen uns, dass wir wieder dabei sind", sagte gestern Romy Wurm vom Vorstand der Leader-Aktionsgruppe Oberschwaben. Diese wird weiterhin Geld von Land und Europäischer Union erhalten, um die Regionalentwicklung zu fördern. Die Rechtensteiner Bürgermeisterin hatte mit etlichen Gemeinden im Raum der Verwaltungsgemeinschaft Munderkingen, die in der Gruppe sind, darauf gehofft, in die neue Förderperiode bis 2020 - nun auch mit Lauterach - aufgenommen zu werden. Wurm: "Es sind noch Ideen da, und das ist gut."

Wie das Ministerium für Ländlichen Raum Baden-Württemberg bekannt gab, hat Ministerpräsident Winfried Kretschmann gestern Vertretern der 18 neuen Leader-Gruppen gratuliert, wobei sich 25 Gruppen beworben hatten. Das Budget sei von 57 auf 84 Millionen Euro aufgestockt worden, wurde bekanntgegeben. Allerdings hatte es bislang nur acht Aktionsgruppen gegeben, nun sind es 18, die laut Landratsamt je bis 4,7 Mio. Euro bis 2020 verteilen können. Dabei haben sie nun einen größeren Entscheidungsspielraum als bisher, hieß es.

Über konkrete Vorhaben im Raum Munderkingen konnte Wurm gestern noch nicht berichten. Der Sigmaringer Vorstand, in dem Wurm bis 2014 stellvertretende Vorsitzende war und nun weiterhin Mitglied bleibt, wird voraussichtlich im Februar oder März zusammenkommen. Die Gemeinden werden informiert und eingeladen, es werden dann über Medien und Amtsblätter Infos zur Bewerbung für einzelne Projekte auf eine Leader-Förderung verbreitet. Private Projekte, die den ländlichen Raum oder auch Tourismus stärken sollten, im vergangenen Jahr aber nicht vom Leader-Programm profitieren konnten, weil sie zu spät dran waren, könnten zudem möglicherweise "aufgewärmt" werden. "Es ging dabei um private Umbauten oder Umnutzungen, die nicht mehr rechtzeitig umgesetzt und abgerechnet werden konnten."

Wie berichtet war in Untermarchtal der "Garten Eden" gerade rechtzeitig für die Förderung unter Dach und Fach gebracht worden. Außerdem waren Projekte wie der Umbau des Gasthofs Adler in Obermarchtal oder auch das Tourismus-Konzept "Die Donauschleife" durch Leader ermöglicht worden. Auch vom "L(i)ebenswerten Dorf" haben etwa Rechtenstein, Emeringen und Reutlingendorf nachhaltig profitiert. Wurm: "Wir haben viele Dinge gemacht, die unseren ländlichen Raum vorangebracht haben." Auch private und öffentliche Projekte zur Barrierefreiheit sind umgesetzt, "und zwar direkt für den Menschen. In dieser Richtung müssen wir weitermachen." Existenzgründungen und -erhaltungen wie etwa der Umbau der Metzgerei Buck in Obermarchtal zum Partyservice seien ebenso wichtig gewesen. Da in dieser Förderperiode auch Frauenarbeitsplätze im Fokus stehen, werde der Vorstand zusammen mit Verbänden und Vereinen wie etwa Landfrauen schauen, ob Projekte von Frauen für Frauen denkbar sind.

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