Versorgung Lauteracher Bürger wollen ihr Wasser behalten

Ob das Lauteracher Trinkwasser auch künftig aus eigenen oder aus fremden Quellen kommen soll, darüber wird diskutiert.
Ob das Lauteracher Trinkwasser auch künftig aus eigenen oder aus fremden Quellen kommen soll, darüber wird diskutiert. © Foto: Lino Mirgeler
Lauterach / Rainer Schäffold 12.09.2018
In Lauterach wird über die Zukunft des Trinkwassers diskutiert. Eine Bürgerinitiative strebt ein Bürgerbegehren an.

Wie gut ist das Lauteracher Trinkwasser? Hat es auch künftig noch die notwendige Qualität? Daran scheiden sich momentan in Lauterach die Geister. Die Gemeindeverwaltung plant bei der Wasserversorgung eine Neuorientierung, eine Bürgerinitiative will das verhindern und das eigene Wasser, das aus zwei Quellen kommt, behalten.

„Man muss was machen“, beschreibt Bürgermeister Bernhard Ritzler die Absicht der Gemeinde nach einer Neuorientierung. Hygienische Gründe seien es, die veranlasst hätten, aktiv zu werden. Aus zwei Brunnen schöpft Lauterach das eigene Wasser, beide sind um die 50 Jahre alt und dringend sanierungsbedürftig. Das Wasser habe schon mit Chlor versetzt werden müssen. Die Sanierung wäre aber erstens teuer, sagt Ritzler, und zweitens sei es ungewiss, ob eine der Quellen eine Karstquelle, auch künftig noch gutes Wasser liefern könne.

Langer Weg macht anfällig

Dass Trinkwasser mit Chlor versetzt werden muss, komme anderswo auch vor, sagt Elmar Haußmann, der laut Mitteilung mit Antje-Stephanie Decker und Horst Wimmer die Bürgerinitiative gegründet hat. „Unser Wasser ist qualitativ gut“, begründet er das Ansinnen der Initiative, weiterhin aufs Lauteracher Wasser zu bauen. Komme das Wasser von weiter her, müsse es eigens hergepumpt werden. „Je weiter der Weg, desto anfälliger ist das Wasser für Verschmutzungen.“

Die Bürgerinitiative, erklärt Haußmann weiter, plant nun ein Bürgerbegehren anzustreben, an dessen Ende dann ein Bürgerentscheid stehen könnte, wie es das Gesetz vorsieht.

Im Jahre 2012 hatte die Gemeinde ein Strukturgutachten in Auftrag gegeben, das verschiedene Möglichkeiten aufgezeigt hatte. Eine Entscheidung sei noch nicht gefallen, sagt der Bürgermeister, drei Alternativen stünden zur Entscheidung: ein Anschluss an die Bussenwasserversorgungsgruppe (Buwag), an die Ehinger Wasserversorgung sowie das Festhalten an der eigenen Versorgung. Bei der Informationsveranstaltung der Gemeinde werde das diskutiert.

Info Die Informationsveranstaltung zur Wasserversorgung in Lauterach findet morgen, Freitag, 14. September, Beginn 17 Uhr, im Foyer der Lautertalhalle statt.

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