Biosphäre Laufen und genießen

Verena Jörg und Renée Ebner boten Buchweizenküchlein und Linsentaler an. Sehr zur Freude der Wanderer.
Verena Jörg und Renée Ebner boten Buchweizenküchlein und Linsentaler an. Sehr zur Freude der Wanderer. © Foto: Christina Kirsch
Christina Kirsch 19.06.2018

Jetzt müss ma erst hintre, dann rum und dann na.“ So beschrieb ein Wanderer seinen Gefährten den Weg von der Lautertalhalle zum Biosphärenzentrum und wieder zurück. Am Wanderwegfest am Sonntag waren da mehrere hundert Menschen unterwegs.

Entlang der Strecke hatten sich rund 40 Aussteller platziert, die Produkte von Partnern des Biosphärengebiets Schwäbische Alb anboten. Es gab Bier und Wein, Lamm-Salami und Buchweizen-Crunchies. Sigrid Stiehle von Stiehles Hofladen in Schlechtenfeld hatte Nuss- und Mohnzöpfe gebacken, die genau so reißenden Absatz fanden wie die geräucherten Fische von Matzes Fischzucht aus Obermarchtal kamen. Jeder Stand hatte Gelegenheit, sein Produkt zu bewerben und auch zu verkaufen. Dementsprechend großzügig oder sparsam war der Ausschank. „Man merkt scho, wer gerne gibt“, meinte ein Wanderer, der sich über fingernagelgroße Brotstückchen mokierte, die als Grundlage für eine Marmelade dienten. Bei den meisten Ständen war die Stimmung jedoch prima und man kam miteinander ins Gespräch. „Ich habe beim Imker erfahren, dass Propolis bei Herpes helfen kann“, freute sich Claudia Burgmaier aus Hausen am Bussen. „Es war toll, dass man überall, wo man nachgefragt hat, auch Auskunft bekam“, resümierte Dorothea Sieben aus Untermarchtal. „Ich habe nicht gewusst, dass der Schäfer die männlichen Lämmer in einer eigenen Herde separiert, damit die Lammwurst nicht so bockelet“, beschrieb die Wanderin ihren Wissenszuwachs.

Für Alt und Jung gab es entlang der Strecke Unterhaltung und Betätigung. Manche fotografierten am Stand der Lauteracher Alb-Feld-Früchte die Rezepte für Linsentaler und Buchweizen-Pfannkuchen ab, andere beobachteten, wie auf einem Hochbeet mit Linsenpflanzen eine Marienkäferlarve schwarze Blattläuse verspeiste. Das Wildgulasch vom Forst wurde gelobt. Die Wanderer empfanden es auch als vorbildlich, dass die Forstleute nicht in Einmalgeschirr servierten, sondern in Porzellantassen. Ulli Bloching aus Dintenhofen hatte das Gulasch gekocht und fünf Rehe aus heimischen Wäldern verarbeitet.

Einige Schüsseln Linsenmus und Buchweizengrütze gingen auch bei Verena Jörg und Renée Ebner zur Neige. Die beiden Frauen boten Buchweizenküchlein, Linsentaler und Waffeln an. Es gab aber auch viel zu schauen. Steinmetze und Strickerinnen, Spinnerinnen und Drechsler boten ihre Erzeugnisse an. „Wir freuen uns über rund ein Drittel mehr Aussteller als vor zwei Jahren“, sagte Bürgermeister Bernhard Ritzler.

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