Gemeinderat Landkreis soll Müll entsorgen

Untermarchtal / Dietmar Burgmaier 20.07.2018

Der Gemeinderat Untermarchtal hat am Dienstag die Absicht erklärt, die Verwaltung und Organisation der Müllabfuhr zum Jahr 2023 an den Landkreis zu geben. Dafür stimmten fünf Räte, vier enthielten sich. Bürgermeister Bernhard Ritzler zeichnete in seinen Beiträgen zur Debatte über die Zukunft der Müllabfuhr ein Bild von zunehmender Bürokratisierung, deren Anforderungen die Gemeinde nicht mehr erfüllen könne. Die neuen gesetzlichen Regelungen schnürten der Gemeinde „die Luft ab“, sagte der Bürgermeister. Die Müllerfassung werde filigran, die Kalkulation aufwendiger und die Organisation schwieriger. Die Räte zeigten sich beeindruckt von dieser Argumentation, folgten dem Bürgermeister und sahen davon ab, für die Verwaltung durch die Gemeinde zu stimmen. Diese hätte zwar den Vorteil gebracht, dass auf die Bedürfnisse der Bürger besser eingegangen werden könnte, aber die Räte sahen in einer „Insellösung“ extra für Untermarchtal keinen Sinn.

Der bisherige Müllentsorger Braig hatte im Vorfeld der Abstimmung die Räte mit Zeitungsartikeln versorgt, in denen Mängel bei der Abfuhr durch große Unternehmen aufgezeigt werden. Sie schlossen sich aber schließlich dieser Sicht mehrheitlich nicht an. Ausschlaggebend für das Votum pro Landkreis war die größere „Marktmacht“: Die Räte hoffen, dass die Gebühren künftig nicht steigen, auch der Bürgermeister möchte so massive Preissteigerungen ausschließen.

Der Spielplatz „Große Egert“ soll für 13 000 Euro mit einem hölzernen Spielschiff ausgerüstet werden. Außerdem gibt es eine Nestschaukel für 2000 und zwei Bänke für je 1000 Euro. Auch ein Kriechtunnel soll um 3000 Euro gestaltet werden. Später soll vielleicht ein Wasserspiel angeschafft werden. Bei der Schule soll für 1400 Euro ein verzinkter Basketballkorb angebracht werden. Außerdem wird es dort eine Tischtennis-Platte für 1800 Euro geben.

Die Gemeinde Untermarchtal tritt der Wegebaugemeinschaft Albrand nicht bei. Sie scheut eine Kapitaleinlage von 2400 Euro. Der Nutzen wiege diese Investition nicht auf, sagte der Bürgermeister. Der Gehweg am Wassertäle 3 wird auf der vollen Breite der dortigen Einfahrt abgesenkt. Dies vereinbarten die Hausbesitzer und die Gemeinde. Für einen Teil der Kosten kommt die Gemeinde auf. Der Bürgermeister gab bekannt, dass am Gemeindetraktor ein Schaden von 2851 Euro an der Motorhaube entstanden ist. Für die Sanierung des Schulgebäudes gibt es einen Zuschuss vom Ausgleichsstock in Höhe von 100 000 Euro. Ein Schaden an der Straßenbeleuchtung kostet 4200 Euro.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel