Im Dezember war die Landjugend Untermarchtal noch guter Dinge: Es müsste doch möglich sein, auf 560 Hektar Gemeindefläche eine geeignete Fläche zu finden, auf der das Funkenfeuer 2020 abbrennen kann, sagte der Vorsitzende Joachim Maurer damals. Nun, Mitte Januar, ist die Gemeinde nach wie vor auf der Suche nach einem geeigneten Veranstaltungsort.

Platz am Kalkofen darf nicht mehr genutzt werden

„Wir haben leider momentan nichts“, bedauert Bürgermeister Bernhard Ritzler im Gespräch mit unserer Zeitung. Bereits im vergangenen Jahr musste das Funkenfeuer der Landjugend ausfallen – denn die Magerrasenfläche am Kalkofen, auf der die Flammen immer am Sonntag nach Aschermittwoch weithin sichtbar gen Himmel loderten, darf nicht länger dafür verwendet werden. Dem Feuer stünden naturschutzrechtliche Bedenken im Bereich des ausgewiesenen Naturdenkmals entgegen, erklärt Ritzler die Begründung des Landratsamts und des Regierungspräsidiums.

Noch gibt Ritzler die Hoffnung nicht auf

Eine Alternative konnte trotz intensiver Suche bislang nicht gefunden werden. Noch will Ritzler die Hoffnung aber nicht aufgeben: „Wenn wir eine Fläche finden würden, würden wir schauen, dass wir das Funkenfeuer auch kurzfristig hinkriegen“, sagt er.

Ideal wäre eine Wiese

Die Anforderungen scheinen überschaubar: Eine geeignete Fläche sollte idealerweise weithin sichtbar, zwingend aber außerhalb des Ortes gelegen und mit Maschinen erreichbar sein, damit die alten Christbäume und der holzige Heckenschnitt vor Ort gebracht und aufgeschichtet werden können. Sie sollte außerdem nicht in einem besonders geschützten Gebiet liegen und weit genug entfernt von Gebäuden und Bäumen sein, um die Gefahr von Bränden in der Umgebung möglichst gering zu halten. Aus Ritzlers Sicht ideal wäre eine Wiese. „Es wäre wirklich schön, wenn sich doch noch ein Grundstückseigentümer fände und das Brauchtum weiter gepflegt werden könnte“, sagt er.