Der Kriegerjahrtag in Emerkingen, 1845 vom damaligen Verein der Veteranen und Soldaten von Emerkingen, Unterwachingen und Oggelsbeuren ins Leben gerufen, fand jetzt zum 174. Mal statt. Zum ersten Mal allerdings waren die Feierlichkeiten am Sonntag und nicht wie üblich am Samstag angesetzt. Da die Besucherzahlen von Gedenkgottesdienst und anschließender Gedenkfeier in den vergangenen Jahren laut Bürgermeister Paul Burger deutlich zurückgegangen waren, wurde zusammen mit der Kirchengemeinde die Entscheidung gefällt, den Kriegerjahrtag in den Sonntagsablauf zu integrieren, um ihm wieder eine angemessenere Aufmerksamkeit zukommen zu lassen.

Vor der Messe versammelten sich die örtlichen Vereine und Reservistenkameradschaften vor dem Rathaus zum Kirchgang. Anstelle der Fürbitten hat Bürgermeister Burger die Namen der Gefallenen und Vermissten des Zweiten Weltkriegs vorgelesen.

Der Musikverein leitete im Anschluss die Gedenkfeier vor dem Kriegerdenkmal ein. Pfarrer Dr. Thomas Pitour sprach ein Gebet. Bürgermeister Paul Burger mahnte in seiner Ansprache aktuelle militärische Konflikte wie zwischen Russland und der Ukraine ebenso an wie wirtschaftliche zwischen USA und China.

Entschuldigung bei Enkeln

Die Verpflichtung jedes Einzelnen, alles für die Erhaltung unseres Planeten zu tun, brachte er auch zum Ausdruck, als er die Entschuldigung von Alexander Gerst an seine noch nicht geborenen Enkel vorlas., Der Astronaut hatte die Nachricht per Video über soziale Netzwerke aus dem All verbreitet, er entschuldigt sich bei folgenden Generationen stellvertretend für seine Zeitgenossen dafür, dass sie die Erde in einem so schlechten Zustand hinterlassen.

„Nicht nur der Soldat im Kriegsgebiet“, stellte Burger weiter fest, sondern jeder Einzelne könne mit seiner Vereinsarbeit, im Ehrenamt und im täglichen respektvollen Umgang miteinander „Fürsorge für unsere Umwelt und zum friedvollen Zusammenleben“ leisten.“