Abfallwirtschaft Kreis reagiert auf Anfragen

Andreas Hacker 23.06.2018

Nachdem in den Gemeinderäten im Alb-Donau-Kreis bei der Diskussion über die künftige Organisation der Abfallwirtschaft nach dem Jahr 2022 auch Kritik an einem Vorgehen laut wird, das von den Kommunen eine Entscheidung verlangt, ohne dass sie wissen können, wie eine solche Abfallwirtschaft in alleiniger Zuständigkeit des Kreises aussehen könnte, steuert das Landratsamt jetzt nach. „Inzwischen haben wir zahlreiche telefonische Anfragen erhalten“, schreibt die für die Abfallwirtschaft zuständige Ulrike Gläser an Oberbürgermeister Alexander Baumann und an die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister im Kreis. Darin erklärt sie, dass ein Abfallwirtschaftskonzept des Landkreises erst nach erfolgtem Votum der Gemeinden und der für den Herbst vorgesehenen Grundsatzentscheidung des Kreistags aufgestellt werden kann und daher Detailfragen zum künftigen Abfallwirtschaftskonzept jetzt nicht beantwortet werden können.

Gleichzeitig geht Ulrike Gläser auch einen Schritt auf jene Gemeinden zu, die sich Sorgen um ihre lokalen Müllkonzepte machen: „Sofern dem Landkreis ab 2023 das Einsammeln und der Transport des Mülls übertragen wird, wird das neue Abfallwirtschaftskonzept in Abstimmung mit den Städten und Gemeinden erarbeitet und anschließend in den Kreisgremien beraten und beschlossen“, heißt es nun in Ergänzung zur Vorlage aus der Bürgermeisterdienstbesprechung vom 15. Mai, in der so etwas vermisst worden ist. Nun ist die Rede von Workshops zu verschiedenen Einzelthemen, in denen neben Vertretern der Kreisgremien auch Vertreter der Gemeinden mitwirken sollen.

Inhaltlich werden in dem zweiten Schreiben keine Zusagen gemacht. „Bei einer Übertragung der Aufgabe auf den Landkreis wird die heutige hohe Individualität nicht mehr möglich sein“, heißt es. „Gleichwohl werden mit den Städten und Gemeinden abgestimmte bürgernahe Lösungen gefunden werden, so wie das der Landkreis und die Städte und Gemeinden schon immer getan haben.“ Besonders häufig wurde nach den Grüngutplätzen gefragt. Die Kommunen könnten davon ausgehen, dass der Kreis bei einem Wechsel der Zuständigkeit ab dem Jahr 2023 auch hier zusammen mit den Kommunen ortsnahe und bürgerfreundliche Lösungen fortführen oder finden werde. Und was die Vereinssammlungen betrifft, habe sich Landrat Heiner Scheffold in der Bürgermeisterdienstbesprechung eindeutig positioniert und deren Weiterführung zugesagt.

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