Störung Kommunikation mit Zettel und Auto

Untermarchtal / Andreas Hacker 10.01.2018

Für Gabi Schartmann-Blersch sieht Kommunikation aktuell so aus: Weil das Info- Zentrum in Untermarchtal und damit die Gemeindeverwaltung völlig ohne Telefon und Internet sind, notiert die Mitarbeiterin die Zahl der Grundschulkinder, die zum Mittagessen ins Kloster kommen, auf einem Zettel und fährt diesen mit dem Auto ein paar Hundert Meter weiter. Und Bürgermeister Bernhard Ritzler schafft zwar am Computer, speichert aber auf einem Stick und erledigt die notwendige Korrepondenz von der Verwaltungsgemeinschaft in Munderkingen aus. „Am Freitag hat das begonnen“, schildert Ritzler, „inzwischen betrifft das die halbe Gemeinde.“ Was ihn besonders ärgert: Man habe das Gefühl, bei der Telekom nicht ernstgenommen zu werden. Mehr als die lapidare Mitteilung, dass am 12. Januar ein Techniker kommen werde, habe er bisher nicht erhalten. Und das Handy sei keine Alternative, mal sei die Verbindung ganz weg, mal sehr schlecht.

Bei der Telekom in Bonn nennt Sprecherin Alexia Sailer ein Kabel, in das Wasser eingedrungen sei, als Ursache der Störung. Das Kabel sollte gestern repariert werden. Die Entstörung sei sehr aufwendig, weil die Kabel im Boden liegen und der Ort des Fehlers durch Messungen lokalisiert werden muss. Außerdem machten die starken Regenfälle zu schaffen: „In Schlammgruben kann man nicht arbeiten.“ Sei das Kabel freigelegt, werde das beschädigte Stück entfernt. Dann müssten auf beiden Seiten mehrere hundert Kupferadern miteinander verknüpft werden. „Das macht keine Maschine, das ist echte Handarbeit.“ Dazu müsse ein Techniker in die Grube.

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