Es macht keinen Spaß, in schöner Regelmäßigkeit über die im Halbjahrestakt auftretenden Probleme im Wonnemar zu berichten. Die Doppelstadt braucht dieses Erlebnisbad, es ist unbestritten ein Standortfaktor. Wenn aber immer wieder derart schlechte Wasserwerte gemessen werden, dass Teile der Anlage vorübergehend geschlossen werden müssen, dann hat das Wonnemar ein Problem. Das wäre fatal, und eigentlich müssten bei den Eigentümern des Bades, den Städten Ulm und Neu-Ulm, deswegen die Alarmglocken schrillen.

Aus der Mitte des Bads wird immer geschildert, dass die Wonnemar-Manager die Personalstärke auf Kante nähen. Der Kosten wegen, wie es heißt. Auch Badegäste berichten, wie wenig Personal sie im Bad insgesamt sehen. Wird aber am Reinigungspersonal gespart, geht das meist zu Lasten der Sauberkeit. Und die ist neben den Attraktionen, die da sind und noch kommen sollen, eigentlich Grundvoraussetzung für jedes Bad.

Klar hat Wonnemar-Manager Maximilian Junker Recht, wenn er auch die Badegäste in die Pflicht nimmt, die sich oft schlimm verhalten. Aber auch das ist Aufgabe des Personals, denn die Ulmer und Neu-Ulmer dürften kaum besser oder schlimmer sein als die Blausteiner oder Illertisser. Solche Probleme wie im Wonnemar gibt es in den kleineren Bädern Nautilla oder Bad Blau nicht.