Abschied und Dank

Morgen wird er verabschiedet, Mitte September fliegt er dann in die Republik Kongo, doch die Verbindung, so sein Wunsch, soll nicht abreißen: Franklin Mboma, seit dem Jahr 2007 Pfarrvikar in der Seelsorgeeinheit Ehingen Stadt, kehrt zurück in seine Heimat, setzt dort aber eine Arbeit fort, die er mit großer Unterstützung aus Ehingen begonnen hat: den Bau einer Kirche für die Dörfer Kibwanga, Lombe, Kabala und Mikwari, alle im Dekanat Djuma in der Diözese Kikwit. Seit 2011 betreibt Franklin Mboma mit dem Malteser Hilfsdienst Ehingen unter Leitung von Paul Guter dieses Vorhaben, das jetzt einen ersten Abschluss hat: Die Kirche ist außen fertig und Mboma übernimmt im Oktober und November die Koordination der restlichen Arbeiten für den Innenausbau, so daß Ende November oder Anfang Dezember das Gotteshaus mit Platz für 400 bis 500 Gläubige eingeweiht werden kann. Auch der Bau der benachbarten Schule mit einer kleinen Sanitätsstation kommt voran: "Die Fundemante sind fertig", sagt Mboma und hofft wie Guter, dass die Ehinger auch diesen Abschnitt weiter unterstützen. "Ohne Kirche, Schule und Sanitätsstation wandern die Menschen ab ins Elend der Großstadt", beschreibt Guter die Situation. Der Malteser aus Schaiblishausen war 2011 erstmals mit Mboma auf Erkundungsreise und hat sich dann stark für die Sache engagiert - noch im September 2011 haben sie für 50 US-Dollar den Bauplatz gekauft. Es sei Mbomas innigster Wunsch, sagt Guter, in Kibwanga, dem Geburtsort seiner Mutter, einen solchen Ortsmittelpunkt zu schaffen. Wer helfen will, den informiert Paul Guter über das Konto: Telefon: (07391) 700920.

Der Verabschiedungsgottesdienst für Franklin Mboma beginnt morgen um 10.30 Uhr in St. Blasius, anschließend gibt es einen Stehempfang auf dem Kirchhof als Rahmen, um persönlich Abschied zu nehmen. Franklin Mboma, 2002 im Kongo zum Priester geweiht, kehrt dann zurück zu seinem Bischof in die Diözese Kikwit, wird am Priesterseminar unterrichten und voraussichtlich von Januar an als wissenschaftlicher Assistent an einer Universität seine Dissertation abschließen. Er hat in Innsbruck zunächst Theologie und dann Philosophie studiert und Sozialwissenschaften als weiteres Fach dazugenommen. Sein Anliegen: Auf diesem Weg über die Zeitung auch jenen, die morgen nicht kommen können, "danke zu sagen für eine schöne Zeit in Ehingen".

Mach mal Pause

Was tun, wenn man mit dem Schneckenhäule zwischen Frankenhofen und Tiefenhülen einen wunderbaren Aussichtspunkt hat, der aber so weit vom Ort entfernt ist, dass man als älterer Mensch die Strecke in einem Stück nicht schaffen kann? Plätze für eine Pause schaffen, hat sich Jutta Uhl gesagt. Die Ortsvorsteherin hat sich vom Ehinger Bauhof gebrauchte Sitzbänke besorgt, die Ernst Samide wieder hergerichtet hat, und diese mit Ralf Simsig vom Ortschaftsrat aufgestellt. Jetzt gibt es Sitzmöglichkeiten auch unterhalb des Schneckenhäule und am Geh- und Radweg nach Tiefenhülen - so platziert, dass die Wege dazwischen kleine Spaziergänge sind.

Projektchor Christof

Die Freude darauf, dass aus der Seelsorgeeinheit Donau-Riß mit Christof Sommer aus Rißtissen wieder ein Pfarrer hervorgeht, bringt besondere Anstrengungen mit sich: Wenn Sommer am 17. April in Rißtissen seine Heimatprimiz feiert, soll ihn ein Projektchor mit Mozarts Trinitatis Messe und Lieder aus Händels Messias begrüßen. Nathalie Klink aus Munderkingen steht als Dirigentin bereit, der Kirchenchor Rißtissen als Grundgerüst. Erste Probe ist am 10. September; weitere Sänger werden gesucht, Marlene Christ freut sich über Anrufe: Telefon: (07392) 7429.

Sonja Zietlow moderiert

Sie hat mehrfach das RTL-Dschungelcamps moderiert, am 24. Oktober aber tritt sie in feinerer Umgebung auf: Sonja Zietlow führt durch die Radio 7-Charity Night im Congress Centrum Ulm. "Wir freuen uns sehr über die Zusage", teilt Radio 7-Geschäftsführer Volker Schwarzenberg mit. Zietlow helfe mit ihrer Organisation "Beschützer-Instinkte" vor allem Kindern. Das sei eine schöne Parallele zu den Radio 7-Drachenkindern, für die der Erlös bestimmt ist.