Abfall Klare Sache in Öpfingen

Öpfingen / Rainer Schäffold 26.07.2018

„Ich bin sehr gespannt, wie die Abstimmung heute ausgehen wird“, sagte Bürgermeister Andreas Braun zu Beginn des Tagesordnungspunkts 4 in der Gemeinderatssitzung am Dienstag. Es ging um die Abfallwirtschaft und was von 2023 an damit geschehen soll. Die Räte votierten überraschend: Einstimmig sprachen sie sich dafür aus, dass die Verantwortung für die Abfallentsorgung bei der Gemeinde bleiben und nicht an den Alb-Donau-Kreis übergehen soll, wie es der Kreistag angeregt hatte (wir berichteten mehrfach).

Entsprechend waren zuvor die Meinungsäußerungen im Gremium ausgefallen. Gar mit Konrad Adenauer hielt es Dominik Mayer: „Keine Experimente“, sagte er. Bisher laufe es gut, warum alse wechseln? Er lobte die Verwaltung für ihre Arbeit bei der Müllentsorgung. Monika Diepold schloss sich an, sie meinte, bei einem Übergang auf den Kreis habe die Gemeinde kein Mitspracherecht mehr. Es sei besser, die Entsorgung bei der Gemeinde zu belassen, sagte auch Waltraud Marx, die zuvor die Diskussionen aus anderen Orten interessiert verfolgt habe. „Unserer Verwaltung schafft das“, ergänzte Marx.

Machbar, mit mehr Aufwand

Dies hatte Bürgermeister Braun zuvor bestätigt: „Machbar wird es sein“, sagte er, „aber mit mehr personellem Aufwand“. Peter Erhard erklärte, er habe im Ort einige Diskussionen mitbekommen, doch keiner sei dafür gewesen, die Abfallwirtschaft in die Verantwortung des Kreises zu geben. Außerdem seien Wertstoffhof und Häckselplatz im Ort sehr gut platziert. Hermann Rudolf meinte, mein müsse ein Zeichen setzen und sich den Plänen des Kreises widersetzen.

Leise Zweifel äußerten lediglich Wolfgang Reitmayer und Hubert Kneißle. Aus ökonomischen Gesichtspunkten, so äußerten sich beide, müsse man die Sache eigentlich an den Kreis geben, aus Gründen der kommunalen Selbstverwaltung jedoch bei der Gemeinde halten.

Alle waren sich einige, dass die Müllentsorgung künftig höhere Kosten verursachen werde – egal, ob in der Verantwortung des Alb-Donau-Kreises oder der Gemeinde.

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