Kirche Kirchen: Altar kommt näher zu den Gläubigen

Mitarbeiter der Firma Freudenreich haben gestern die Grundplatte für den neuen Altar in Kirchen gesetzt.
Mitarbeiter der Firma Freudenreich haben gestern die Grundplatte für den neuen Altar in Kirchen gesetzt. © Foto: Christina Kirsch
Kirchen / CHRISTINA KIRSCH 01.09.2018

„Wir hatten hier in der St. Martinus-Kirche in Kirchen noch Kinderbänke im Chorraum“, erklärte Kirchenpfleger Peter Hecht gestern in der Kirche. „Heute sitzt da niemand mehr hin“, ist seine Erfahrung. Dass die kleinen Kinderbänke an den Seitenwänden des Chors bei einer Sanierung wegfallen, war dem Kirchengemeinderat und der Kirchenpflege klar gewesen.

Der Chor in der relativ großen Dorfkirche hatte sich mit den Jahren als nicht mehr zeitgemäß erwiesen. Der Holzaltar stand sehr weit hinten am Hochaltar und der Abstand zu den Gläubigen war dadurch sehr groß. „Zumal die Gottesdienstbesucher dazu neigen, erst die hinteren Bänke zu besetzen“, erklärte  Hecht. Auch der Ambo hatte einen ungünstigen Standort hinter dem Altar. Üblicherweise steht er vor dem Altar in Richtung der Gläubigen. Zudem befand sich mitten im Chorraum eine Stufe.

So haben Kirchengemeinderat und Kirchenpflege die Anschaffung eines neuen Altars beschlossen, wofür ein Künstlerwettbewerb ausgeschrieben wurde. Der Ellwanger Bildhauer Rudolf Kurz hat aus einem alpenländischen hellen Marmor einen würfelförmigen Altar geschaffen, dessen Grundplatte die Ehinger Firma Freudenreich gestern gesetzt hat. Kurz fertigt auch den Ambo. Die Sedilien aus Holz und ein neuer Chorleuchter werden die Ausstattung des Raumes komplettieren.

Für den neuen Unterboden im Chorraum musste eine 35 Zentimeter dicke Betonplatte gegossen werden, die einige Zeit zum Aushärten brauchte. Da man den Raum völlig ausräumen musste, wurden die Wände gereinigt und frisch gestrichen. „Man kann keinen weißen Altar vor verrußten Wänden einweihen“, stellte Peter Hecht fest. Die ganze Maßnahme ist mit Kosten von 80 000 Euro veranschlagt.

Zwei Tonnen zu viel für Unterbau

Eigentlich hätte die Altarweihe bereits im Juni sein sollen, „aber dann haben wir während der Bauphase festgestellt, dass der Unterbau des Chors mit einem zwei Tonnen schweren Altar nicht belastet werden kann“, erklärte Hecht die Verzögerung auf der Baustelle. Der Termin für die Altarweihe ist nun der 14. Oktober, 16 Uhr. Weihbischof Matt­häus Karrer wird die Altarweihe in einer feierlichen Messe vornehmen. „Der Chor bekommt ein völlig neues Raumgefühl“, freut sich Peter Hecht. Die räumliche Distanz zu den Gläubigen ist verringert worden und der Chor wird insgesamt einheitlicher und moderner wirken.

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