Kirbe Kirbe: Fest der Vereine beschließt die Ferien

Ehingen / Renate Emmenlauer 05.09.2018

Für die Bürger ist sie ein Treffpunkt, für 50 Vereine eine Möglichkeit, die Kasse aufzubessern: Wie jedes Jahr am letzten Wochenende der Sommerferien findet am Samstag und Sonntag, 8. und 9. September, die Kirbe in der Ehinger Innenstadt statt. Auch die 42. Auflage hat offenbar nichts von ihrem Reiz eingebüßt, wie Anzahl der Vereine und die Auswahl der verschiedenen Speisen zeigen.

Von Kutteln bis Souflaki

Das Angebot reicht von Pizza, Schupfnudeln, Burgern, Grillspezialitäten, Kässpätzle, Wildgulasch, Gulaschsuppe, Sauren Kutteln, Bratkartoffeln, Schnitzel, Fischgerichten, Spanferkel, Kesselfleisch und Schlachtplatte, Dennete, Gyros, Souflaki, Cevapcici, Lammbraten, Knabberfleisch, wilde Kartoffeln, Geschnetzeltes, Feuerwurst, Wäs, Schmalzbrot und griechischen Spezialitäten, dazu Kaffee und Kuchen, Crêpes, Waffeln, Zuckerwatte – und natürlich die Kirbe-Spezialität Schwanenhälse.

Die vielseitige Speisekarte ist sicher für viele Ehinger ein Grund für einen Kirbe-Besuch. Ein anderer ist das Bühnenprogramm. Gleich zur offiziellen Eröffnung am Samstag um 15 Uhr mit OB Alexander Baumann wird die Stadtkapelle Ehingen aufspielen. Es folgen Auftritte des Tanzstudios Sabine Raasch, der Cheerleader „Jumping Mosquitos“ der Ehinger Basketballer, der Breakdancer vom Jugendzentrum E.GO sowie von zwei Tanzgruppen der SG Griesingen. Abends unterhält die „Jazzband 47“.

Zum Frühschoppen am Sonntag spielen die „Oldies“ der Stadtkapelle Ehingen, um 14 Uhr folgen weitere Choreografien vom Tanzstudio Raasch, bevor die „Schalmeien“ der Dämonengruppe aufspielen. Zwei Tanzgruppen des SC Berg treten ebenso auf wie der griechische Folkloreverein „Xeniteas“, die Abteilung Taekwondo des Ski-Clubs Kirchen, die Abteilung Kinderturnen der TSG Ehingen sowie zwei weitere Tanzgruppen  der SG Griesingen.

Zum Abschluss „Pop to go“

Gegen 16 Uhr wird sich das neue Basketball-„Steeples“-Team Ehingen/Urspring auf der Bühne präsentieren. Den Abschluss beim Bühnenprogramm übernimmt von 17.30 Uhr an die Nachwuchsband „Pop to Go“ – ein Projekt des Jugendhauses in Kooperation mit der Musikschule O-ton.

Für die Kinder gibt es ein spezielles  Spieleprogramm mit Karussell, Mohrenkopfschleuder, Naturquiz, Torwandschießen, Glücksrad, Los- und Schießbude, Fahrsimulator, Kinderschminken, Mitmachparcours, Spielestation und Büchsenwerfen.

Rekord beim Entenrennen

Wettbewerb. Eine Rekordzahl an Enten meldet der Lions Club Munderkingen-Ehingen. Zum neunten Mal findet am Sonntag das Entenrennen im Rahmen der Kirbe statt. Um 14 Uhr werden die gelben, bunten oder wie auch immer beim gesonderten Wettbewerb farblich verschönerten Plastiktiere per Baggerschaufel in die Schmiech gekippt. Die Besitzer der ersten drei Enten, die auf Höhe des Groggensees ankommen, werden mit Preisen bedacht. Beim Wochenmarkt am Samstag gibt es noch Enten zu kaufen.

Uli aus dem Whiskyfass und „Irish Red Ale“

Craftbiere Die Jungspunde – also Brauer- und Mälzer-Azubis – der Berg-Brauerei haben speziell für die Kirbe wieder besondere Biere gebraut. So wurde das Ulrichsbier zwei Monate in einem Jack-Daniels-Whiskyfass eingelagert, zudem wurde ein „Irish Red Ale“ gebraut. Dieses Craft-Bier ist mit hellem Gerstenmalz und verschiedenen Karamell- und Gerstenröstmalzen gebraut, teilt die Brauerei mit. Dadurch sei ein rotes Bier mit kräftigen Röstaromen entstanden. Das besondere Gebräu wird am Stand des Musikvereins Rißtissen ausgeschenkt.

Bei der Premiere herrscht schlechtes Wetter

Historie „Ist’s zur Kirbe kalt und nass, Ehingern macht’s dennoch Spaß“ – so reimte das EHINGER TAGBLATT im September 1977 in der Berichterstattung zur ersten Kirbe. Das schlechte Wetter habe aber weder Gastgeber noch Gäste entmutigt, hieß es. Sie hätten bis in die späten Abendstunden gefeiert und das Beste aus dem Fest gemacht. Auf dem Zeitungsfoto allerdings ist vor lauter Regenschirmen kaum eine menschliche Gestalt zu erkennen, die beobachtet hat, wie der damalige OB Wilfried Henger die riesige, siebenstöckige Festtorte angeschnitten hat. Konditormeister Franz Roßmanith hatte diese gebacken.

Ein Jahr zuvor hatte es auf dem Marktplatz ein Baustellenfest gegeben. Die Idee dazu hatte Lothar Beier, früherer Redaktionsleiter des EHINGER TAGBLATTS. Mit dem Fest mitten auf der damaligen Großbaustelle sollte bewiesen werden, dass die Ehinger Vereine in der Lage sind, an einem Strang zu ziehen. Der Beweis wurde erbracht, das Baustellenfest war so ein Erfolg, dass es seitdem jedes Jahr ein großes Fest der Vereine gibt. ff

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