Kirche Kindertage in Rottenacker

Unter dem Motte „Freunde fürs Leben – David und Jonathan“ standen die ökumenischen Kindertage in Rottenacker.
Unter dem Motte „Freunde fürs Leben – David und Jonathan“ standen die ökumenischen Kindertage in Rottenacker. © Foto: Maria Bloching
Rottenacker / MARIA BLOCHING 07.09.2018

Besser könnte Ökumene nicht gelebt werden als mit den Kindertagen in Rottenacker. Katholische und evangelische Kinder im Alter zwischen fünf und zwölf Jahren haben drei Tage lang auf vielfältige Weise erlebt, was eine Freundschaft ausmacht. Als biblische Grundlage dient die Geschichte von David und Jonathan, deren tiefer Freundschaft auch die Eifersucht Sauls nichts anhaben konnte.

Dem Alter entsprechend aufgeteilt hatten sich sich die mehr als 80 Teilnehmer mit den gut 40 Betreuern in Gruppen dem vorgegebenen Thema genähert. Es wurde gespielt und gesungen, gebetet und gebastelt. Während sich die Jüngsten eher spielerisch einen Zugang zur Geschichte verschafften, setzten sich die Älteren mit dem Sinn hinter der Handlung auseinander, stellten Fragen und suchten Antworten.

Ein wichtiges Ereignis

Mit dabei auch Pfarrer Jochen Reusch und seine Frau Angelika, denen diese Kindertage zu verdanken sind. Vor 22 Jahren hatten sie sie zum ersten Mal in der letzten Sommerferienwoche organisiert, seither ist diese Veranstaltung für ganze Familien zu einem wichtigen Ereignis geworden. Von Anfang an hat auch Gemeindereferentin Schwester Maria Regina die Kindertage begleitet. Sie erzählt, wie sehr sich die Kinder auch in diesem Jahr wieder darauf gefreut haben. „Sie kommen gern und fühlen sich hier wohl. Alles hat seine Struktur: es gibt ein festes Programm und einen geregelten Ablauf, das bringt den Kindern Sicherheit“.

Teile eines großen Ganzen

Bei den ökukmenischen Kindertagen spiele es keine Rolle, ob ein Kind katholisch oder evangelisch ist: alle sind Teil eines großen Ganzen, arbeiten gemeinsam eine biblische Geschichte auf und bereiten zusammen den Gottesdienst vor, der am Sonntag beim Kastanienfest die Kindertage abrunden wird. Jedes Kind finde seinen Platz in der Gemeinschaft und jeder Betreuer sei gleich wichtig, egal, ob er in der Küche steht und Spaghetti kocht, ob er mit den Kindern einen Tischkicker aus einem Karton bastelt, einen Turnbeutel bemalt, als Theaterspieler die Geschichte von David und Jonathan spielt oder in der Kirche am Klavier sitzt.

Ob Klein oder Groß – alle Kinder verstehen die Botschaft, dass sich wahre Freundschaft nicht von Geschenken abhängig macht. So ist Jonathan der Schenkende, als er mit David einen Bund schließt und dieser kein Gegengeschenk machen kann. Ihrer Freundschaft liegt die Liebe zu Gott zugrunde, die dem Freundschaftsbund zwischen dem Hirtenjungen David und dem Königssohn Jonathan Tiefe, Sicherheit, Vertrauen und Liebe gibt.

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