Jubiläum Kindergarten Rißtissen feiert 50-jähriges Bestehen

Fröhlich wurde das 50-jährige Bestehen des Kindergartens Rißtissen gefeiert.
Fröhlich wurde das 50-jährige Bestehen des Kindergartens Rißtissen gefeiert. © Foto: Emmenlauer
Rißtissen / Renate Emmenlauer 13.07.2018
Mit einem fröhlichen Fest ist am Freitag das 50-jährige Bestehen des städtischen Kindergartens in Rißtissen gefeiert worden.

Mit dem Lied „Hallo, hallo, hallo – wir wollen Euch begrüßen“ hießen die Mädchen und Buben des Rißtissener Kindergartens die vielen Gäste beim Jubiläumsfest am Freitagnachmittag willkommen. Wie Kindergartenleiterin Bettina Reich in ihrer Ansprache betonte, „ist hier in den vergangenen 50 Jahren viel passiert und viel hat sich verändert.“

Sie dankte jenen, die den Kindergarten in den fünf Jahrzehnten geführt und weiterentwickelt haben und auch den Mitgliedern im Team. Lob zollte sie Hausmeister Ralf Glöggler, Ortsvorsteher Markus Stirmlinger, der Stadt Ehingen als Träger sowie dem Elternbeirat und allen Eltern für ihr großes Engagement.

Bürgermeister Sebastian Wolf  unterstrich, dass beim Jubiläum nicht Beton und Stahl, sprich das Gebäude, gefeiert werden, „vielmehr das pulsierende Leben in der Einrichtung.“ Der Neubau des Kindergartens Ende der 60er Jahre sei „eine weise Entscheidung“ gewesen. Der weitläufige Außenbereich suche  seinesgleichen in allen Ehinger Kindergärten.

Bald herrschte ein fröhlicher Trubel im Garten. Während die Eltern Kaffee tranken oder sich die Ausstellung „von damals bis heute“ anschauten, hatten die Kinder ihren Spaß an der Spielstraße, in der Hüpfburg oder einfach beim Toben an den Spielgeräten im Garten.

Mit 60 Kindern gestartet

Im Jahr 1968 waren mehr als 60 Kinder in den damals neuen Flachdachbau gegenüber der Grundschule und dem Wasserturm eingezogen – es gab nur eine Gruppe. Erste Kindergärtnerin war Julie Link. Die Gesamtkosten für den Neubau beliefen sich damals auf 240.000 Mark, mit Grundstück auf 300.000 Mark.

Der Bau war nötig geworden, weil das Gesundheitsamt den bisherigen Hort im gemeindeeigenen Gebäude des heutigen Musikerheims am Bildstöckle im Jahr 1965 geschlossen hatte – als Folge einer Gelbsucht-Epidemie unter den Kindern. Das Haus entsprach auch nicht mehr den Erfordernissen eines Kindergartens.

Der erste Kindergarten in Rißtissen war im Jahr 1922 im einstigen Schwesternhaus eingerichtet worden, das zum Schloss gehörte. Die Baronin von Linden, eine Schwester des damaligen Barons von Stauffenberg, hatte das Elisabethenhaus dafür freigegeben, zudem für die Ausstattung 9000 Mark gespendet. Nachdem das Gebäude abgebrannt war – heute steht dort das Pfarrhaus –, wurde der Hort im Schloss eingerichtet, damals mit bis zu 120 Kindern.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel