Ferien Kinder errichten eine ganz natürliche Sitzgelegenheit

Auf der Suche nach Material für das Bauprojekt bestaunen Manuela Puseljic (links) und die Teilnehmer der Ferienfreizeit eine am Grashalm entlang wandelnde Raupe.
Auf der Suche nach Material für das Bauprojekt bestaunen Manuela Puseljic (links) und die Teilnehmer der Ferienfreizeit eine am Grashalm entlang wandelnde Raupe. © Foto: Johannes Maier
Ehingen / Johannes Maier 07.09.2018

Im Rahmen der Ferienfreizeit sind 24 Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 18 Jahren am Mittwochvormittag vom Jägerhof aus in den Wald zum Bau eines Waldsofas aufgebrochen.

Organisiert wurde die Ferienfreizeit auch in diesem Jahr mit Hilfe des Projekts „Wir machen mit am Wenzelstein“. Entsprechend stammen fast alle der Teilnehmer aus dem Stadtteil am Wenzelstein. Verantwortlich für das seit 2011 bestehende Projekt der Caritas ist Manuela Puseljic. „Wir sind auf Bedürfnisse der am Wenzelstein lebenden Bürger eingegangen“, sagt die 41-Jährige, „da war Kinderbetreuung ganz oben auf der Liste.“

Erstmals konnte die Ferienfreizeit, dank einer Spende des Lions Club Munderkingen-Ehingen, am Ehinger Jägerhof stattfinden. Für Puseljic ein besonders schöner Ort: „Ich bin hier so gerne und auch mehrmals im Jahr mit mehreren Gruppen.“

Die Natur im Mittelpunkt

Ein besonderer Fokus liegt wegen der Einbindung des naturpädagogischen „Grünfinder“-Projekts auf der natürlichen Umwelt. Pro Tag stehen mehrere Einheiten über die Natur auf dem Programm. Nach Bienenstand- und Bauernhof-Besichtigung am Vortag stand an diesem Tag der Bau eines Waldsofas im Vordergrund.

Im Wald war schnell ein Standort für die natürliche Sitzgelegenheit an einer ruhigen Lichtung, wo der geschotterte Waldweg beginnt, gefunden. Auf der Suche nach Material schwärmten die Kinder in alle Himmelsrichtungen aus. Als Grundbaustein für das Sofa sollten später Äste verschiedener Größe, als Polsterung Moos oder dichtes Gras dienen. Nach Fertigstellung des Waldsofas bot die Konstruktion Platz für mehrere Kinder. Wenn sie auch nicht unbedingt geeignet war für längeres Sitzen.

Die Reize der Natur sorgten während der Arbeit im lokalen Forst besonders bei den kleineren Teilnehmern immer wieder für leuchtende Augen. Sei es aufgrund einer am Wegrand entdeckten Heuschrecke, einer sich am Grashalm festklammernden Raupe oder auch wegen „Amigo“, dem Hund von Manuela Puseljic, der die Jugendlichen die drei Tage dauernde Freizeit über begleitet und der sich wohl oder übel mit einer gesteigerten Aufmerksamkeit abfinden musste. Mit dem malerischen Ausblick über Ehingen im Hintergrund machten die Kinder und Jugendlichen sich nach getaner Bauarbeit zurück auf den Heimweg zum Jägerhof.

Im Anschluss hatten sie noch Zeit zur Eigenbeschäftigung und gemeinsamem Spielen. „Das wichtigste bei Ferienfreizeiten ist, dass die Kinder trotzdem Zeit haben zum Austoben“, erklärt die im Umgang mit Jugendlichen erfahrene Puseljic, „im Alltag ist für sie sonst immer alles durchgetaktet.“ Umso wichtiger sei es, einen ordentlichen Ausgleich zu bieten. Thematisch setzte die Baueinheit am Waldsofa den Schlusspunkt der am Montag gestarteten Ferienfreizeit.

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