Jahreswechsel Karl Hauler: 2016 ein gutes Vereinsjahr für Rottenacker

Karl Hauler, Bürgermeister in Rottenacker.  Foto: Moser
Karl Hauler, Bürgermeister in Rottenacker. Foto: Moser © Foto: Foto: Moser
Rottenacker / KARIN MITSCHANG 31.12.2016

2016 war ein Jahr der Wahlen mit einigen Wechseln, aber auch mit Konstanz, schreibt Bürgermeister Karl Hauler. „Landräte kommen und gehen, Bürgermeister bleiben bestehen, habe Kollege Dr. Michael Lohner kommentierend zur dritten Amtseinsetzung des Rottenacker Bürgermeisters gereimt. Und zwar für den neuen Landrat Heiner Scheffold. Zur ersten Amtseinsetzung Haulers 2000 war noch Landrat Wolfgang Schürle im Amt, zur zweiten 2008 Heinz Seiffert. Sehr gute 97 Prozent der Stimmen haben Bürgermeister Hauler im Oktober in seiner Arbeit bestärkt.

Im Jahresrückblick hebt er auch den Wechsel des CDU-Landtagsabgeordneten hervor: Auf Karl Traub folgte Manuel Hagel, und er habe nun auch als CDU-Generalsekretär großen Einfluss in einer grün-schwarzen Landesregierung. Wie es hingegen eine rechtspopulistische Partei ohne Lösungsangebote mit „minimalstem Einsatz“ in Rekordzeit zu Abgeordneten bringen kann, „ist für mich nicht nachvollziehbar! Genauso wie der Brexit – zwar noch ohne große Auswirkungen, besteht aber für die Zukunft größte Besorgnis, dass die Errungenschaften Europas mit über sieben Jahrzehnten Frieden und wirtschaftlicher Stärke verloren gehen könnten“, schreibt Hauler. Wer glaubt, dass Kleinstaaterei besser sei, irre. Man stünde „längst nicht so schlecht da, wie manche Teile des Volkes zur Zeit die Stimmung in Deutschland propagieren“. Getoppt worden sei das Wahljahr mit der Präsidentenwahl in USA. „Für ,Dagobert’ bzw. Donald Trump gelten keine Gesetze, noch nicht einmal Naturgesetze. Ein Weg den auch die Türkei eingeschlagen hat. Wo führt das noch hin?“

Für Rottenacker freut sich Hauler besonders, dass mit Stefan Gemmi (Musikverein), Markus Stoll (TSG), Doris Stoll und Margareta Sonleiter  bei den Landfrauen und Dieter Reihle im Nabu neue Vereinsvorsitzende gefunden werden konnten. „Es hat mich außerordentlich gefreut, dass diese wichtigen ehrenamtlichen Posten mit jüngeren, verantwortungsbewussten Eigengewächsen besetzt werden konnten, die Vereinsarbeit weiter florieren kann.“ Ebenso wie in der Schützengilde, die 50 Jahre alt wurde. Beim Jubiläumsschießen traf auch Bürgermeister Hauler (“doch wohl eher zufällig“) mitten ins Schwarze. Schützenkönigin aber wurde 2016 eine Frau: Inge Brucker.

 Ergänzt und bestätigt worden sei dieses rührige Vereinsleben mit der Landesehrennadel für Doris Moser, mit der sehr seltenen Ehrung für 60-jähriges Singen im evangelischen Kirchenchor für Hedwig Breymaier und besonders mit der Gründung eines Helferkreises „Asyl“. Die „Flüchtlingskrise“ verlief in Rottenacker für die allermeisten Bewohner „unbemerkt“, schreibt Hauler.

Die Gemeinde werde 2017 den Sanierungskurs konsequent beibehalten. Landessanierungsprogramm, Grundschule, Hallentechnik und Straßensanierungen (auch Blumenstraße) stünden an. „Durch unsere inzwischen zurückgewonnenen finanziellen Spielräume und die unterdurchschnittliche Verschuldung sind wir dafür gerüstet.“ Vielleicht das wichtigste Projekt sei die Glasfaseranbindung und Backbone-Leitung. Die Innenentwicklung solle etwa mit dem „Schildknechtareal“ vorangebracht und zusätzliches innerörtliches Wohnen ermöglicht werden. Hauler: „Dass Rottenacker wieder wächst ist sehr erfreulich und für Kindergärten, Schulen, für Vereine und Geschäfte wichtig.“

Bundestagswahl im Blick

Des Bürgermeisters Dank gilt – wie in den Jahresfazits aller Bürgermeister der VG – auch ehrenamtlich Tätigen, ohne die eine funktionierende Gemeinde nicht möglich sei. Als Beispiel nennt Hauler auch das langjährige Mesnerehepaar Walli und Paul Maucher. Für die Bundestagswahl „wünsche ich mir eine sehr gute Wahlbeteiligung mit einem guten Ergebnis für Parteien, die willens sind, auf dem Boden des Grundgesetzes für Frieden, Toleranz und wirtschaftliches Gedeihen einzutreten“. Karin Mitschang

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel