Rückblick Kapelle für Mundeldingen

Vor 25 Jahren: In Mundeldingen sah die Marienkapelle ihrer Einweihung entgegen. Ein engagierter Förderverein hatte sich für den Bau des Kirchleins am Ortseingang eingesetzt.
Vor 25 Jahren: In Mundeldingen sah die Marienkapelle ihrer Einweihung entgegen. Ein engagierter Förderverein hatte sich für den Bau des Kirchleins am Ortseingang eingesetzt. © Foto: Archiv/Doris Moser
Mundeldingen / Julia-Maria Bammes 17.05.2018

Vor 25 Jahren

Freude in Mundeldingen: Binnen 13 Monaten entstand am Ortseingang des Oberstadioner Teilorts die neue Marienkapelle. Mit dem Kirchlein erfüllten sich die Mundeldinger einen seit langem gehegten Wunsch, berichtete die Zeitung. Der Ort hatte lange Zeit keine eigene Kapelle gehabt. Um das Vorhaben umzusetzen, wurde ein Förderverein gegründet. Dessen Mitglieder bauten die Kapelle mit zwölf Fenstern sowie einem Glockentürmchen in Eigenregie. Die Kosten für das Material – insgesamt knapp 131 000 Mark – seien fast ausschließlich über Spenden finanziert worden.

In Altheim wurde das Feuerwehrgerätehaus eingeweiht. 1628 Arbeitsstunden hatten die Wehrmänner investierte. In Altheim sei zwar bereits seit 1884 eine Feuerwehr nachgewiesen, jedoch habe die Wehr nun erstmals eine zeitgemäße Unterkunft, berichtete die Zeitung. Bisher hatte ein alter Schuppen genügen müssen.

Mit einer Resolution wollte der Alb-Donau-Kreis auf die Bedeutung der B 311 und vor allem deren Ausbau aufmerksam machen. Landkreisverwaltung und Kreisräte wünschten sich einen vierspurigen Ausbau der Straße von Ehingen bis nach Erbach. Einzig die Fraktion der Grünen habe das Vorhaben nicht begrüßt, war zu lesen. Die Grünen forderten statt eines Ausbaus Verbesserungen im öffentlichen Personennahverkehr.

Der Ortschaftsrat Ingstetten setzte sich gegen eine Nutzung des ehemaligen Heeresflugplatzes Magolsheim durch Sportflieger zur Wehr. Der Ortschaftsrat verabschiedete eine Resolution, in der er sich vehement gegen eine solche Nutzung aussprach. Man fürchte um die weitere Aufbürdung von Lasten, „von denen wir wirklich schon genug haben“.

Vor 50 Jahren

In Ehingen wurde die neue Aula des Gymnasiums eingeweiht – verbunden damit fand auch die offizielle Übergabe des Gymnasium-Neubaus statt, der bereits seit rund zwei Jahren in Betrieb war. Bürgermeister Wilfried Henger ging in der mit viel Flieder geschmückten Aula in seiner Rede darauf ein, dass das Gymnasium trotz des Neubaus vermutlich bald zu klein sein werde. Der Neubau sei auf 750 Schüler zugeschnitten, doch schon während der Bauzeit sei eine grundlegende Änderung der Verhältnisse eingetreten, berichtete die Zeitung: Mittlerweile sei die Schülerzahl auf 1100 gestiegen.

In Oberstadion war die Renovierung der Pfarrkirche nahezu abgeschlossen. St. Martin erstrahle in neuem Glanz, berichtete die Zeitung. Bereits einige wenige Jahre zuvor sei die Außensanierung des Gotteshauses erfolgt. Die Innensanierung habe den ursprünglichen Charakter der Kirche wieder sichtbar gemacht. So wurde unter anderem ein bis dahin zugemauertes Fenster des Chorraumes wieder freigelegt.

Was die Welt vor 50 Jahren bewegte

Streik Es waren Proteste, die das ganze Land lähmten: In Frankreich folgten Millionen von Franzosen dem Aufruf der großen Gewerkschaften zu einem 24-stündigen Generalstreik.
Die Menschen protestierten gegen die Brutalität der Polizei bei deren Einsatz gegen Studentenunruhen. In Paris besetzten rund 4000 Studenten das 2500 Sitzplätze zählende Odeon-Theater. Auch Universitäten, etwa die Pariser Sorbonne, wurden besetzt, ebenso einige Fabriken. Flughäfen wurden lahmgelegt, Züge wurden angehalten. Die Streikenden forderten nicht nur eine Hochschulreform, sondern verlangten ein Ende des de Gaullesschchen „Regimes der Personalherrschaft“, berichtete die Zeitung. jb