Dorfentwicklung Justingen plant für die Zukunft

Wichtig für die Entwicklung Justingens: das Gelände am Baumgartenweg.
Wichtig für die Entwicklung Justingens: das Gelände am Baumgartenweg. © Foto: Sommer
Justingen / Bernhard Raidt 21.06.2018

Das Dorf soll nicht abgeschnürt werden. Junge Menschen sollen die Möglichkeit erhalten, in Justingen zu bleiben: So begründen Ortsvorsteher Jürgen Stoll und die Ortschaftsräte den Wunsch, die Erschließung des Baugegebiets Baumgartenweg anzugehen. Diese Maßnahme sei von überragender Bedeutung für die Zukunft Justingens, sagte Ortsvorsteher Stoll, die Räte pflichteten ihm in der Sitzung in der vergangenen Woche bei.

Mit der Stadt abgestimmt

Das wird trotz der prekären Haushaltslage offenbar auch in Schelklingen so gesehen. Stoll berichtete jedenfalls, dass die Erschließung des Baumgartenweges mit Bürgermeister Ulrich Ruckh, der Verwaltung und dem Gemeinderat bereits abgestimmt sei. Im kommenden Jahr sollen die Arbeiten beginnen. Neun Bauplätze sollen im ersten Abschnitt entstehen. Wenn alles ideal laufe, könne spätestens Ende nächsten Jahres mit dem Verkauf der Plätze begonnen werden.

Für die Erschließung rechnet Justingen zunächst mit 350 000 Euro für den Straßenbau und 100 000 Euro für die Wasserversorgung. Diese Finanzmittel meldet der Ort für den aktuellen Haushalt der Stadt an. Bei weiteren Wünschen hielten sich die Ortschaftsräte aber mit Blick auf die angespannten Finanzen zurück. Beantragt werden lediglich noch 50 000 Euro zum Bau eines Geräteschuppens für die Feuerwehr und für 15 000 Euro soll die bröckelnde Westfassade von Rathaus und Schule saniert werden. Für 2000 Euro möchten die Justinger gerne eine Tischtennisplatte für den Spielplatz, die alte ist mutwillig zerstört worden. Für den Unterhalt von Ortsstraßen und Feldwegen rechnet der Ort mit rund 2850 Euro Kosten.

Wie bereits in der mittelfristigen Finanzplanung festgelegt, beantragt Justingen Mittel für die Sanierung der Kirch- und Hüttener Straße (35 000 Euro) Die Straßen, in denen noch immer die Leitungsrohre der mittlerweile historisch bedeutenden ersten Albwasserversorgung liegen, sollen dann 2020 und 2021 saniert werden. „Es ist nur eine Frage der Zeit, bis diese Leitungen brechen“, schreibt Ortsvorsteher Stoll. Eine Erneuerung sei dringend geboten. Da die Hüttener Straße eine Kreisstraße ist, sind die Planungen mit dem Landkreis abzustimmen. Die Ortschaftsräte stimmten nach längerer Diskussion diesen Punkten zu.

Anderer Platz für die Garage

Bei den Baugesuchen sprachen sich die Ortschaftsräte für das Einvernehmen aus. Nur der Neubau einer Garage in der Schelklinger Straße 15 stieß auf Skepsis: Da die Garage direkt im Einmündungsbereich Brühlweg/Schelklinger Straße errichtet werden soll, sei es nicht möglich, davor ein Fahrzeug abzustellen. Dieses würde dann den Brühlweg blockieren. Die Räte empfahlen, das Gebäude etwa vier Meter in Richtung Norden zu versetzen, dadurch könnten weitere Stellplätze eingerichtet werden.

Ortsvorsteher Stoll berichtete zudem noch, dass die Wiese bei der Feuerwehr wieder gemulcht werden soll. Die Wiese soll in Abstimmung mit Christine Hepperle von der Stadtverwaltung als Blühwiese angelegt werden.

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