In diesem Frühjahr sind acht junge Kiebitze unter zwei Nestschutzkörben ausgebrütet worden, teilt der BUND Ehingen mit. Gegenüber dem Vorjahr, als elf Kiebitzvögelchen geschlüpft waren, sei das ein Rückgang, obwohl mehr brutwillige Kiebitzpaare im Raum Griesingen, Öpfingen, Nasgenstadt und auch in Berg beobachtet worden sind.
Ein Fuchs habe energisch versucht, das Schutzgitter aufzubrechen und an das Gelege zu kommen. Das Schutzgitter wurde beschädigt, aber es hielt  stand: die Brut war erfolgreich. Das zweite Gelege wurde trotz Schutzgitter ausgeräumt aufgefunden. „Die Eier sind vermutlich von einem Storch verspeist worden, denn das Nest war ohne Spuren ausgeräumt worden“, berichtet Angela Scheffold vom BUND.

Störungen zu groß

Ein weiteres Gelege sei angebrütet und verlassen worden. Das Nest wurde an einer Stelle angelegt, an der vermehrt Personen mit Hunden unterwegs waren: „Diese Störungen wurden vermutlich zu groß.“ Einem anderen Nest seien die vorherrschende Nässe und die Bedingungen auf dem Ackerboden zum Verhängnis geworden. „Denn dadurch wurden die Kiebitzeier etwas vorschnell mit dem Nestschutzgitter belegt, was zur Aufgabe des Brutgeschäfts geführt haben dürfte.“ Am fünften und zeitlich letzten Gelege wurde vermutlich bei Ackerarbeiten zu nahe ans Nest gefahren –auch dieses Gelege gaben die Kiebitze auf.
Künftig werden zum Kiebitzschutz weitere verbandseigene Flächen mit dem Naturschutzverband Nabu in Griesingen aufgewertet. Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) dankt den von den Kiebitzbruten betroffenen Landwirten für die gute Zusammenarbeit und Kooperation auf den landwirtschaftlichen Flächen. Ohne die aufwendige wochenlange Beobachtungstätigkeit wäre ein Kiebitznestschutz laut BUND nicht möglich. „Die Erfahrungen fließen in die zukünftigen Schutzmaßnahmen mit ein“, kündigt er an.