Sechs Jugendliche aus China lernen vom kommenden Schuljahr an im neuen Spracheninstitut der Urspringschule Deutsch und Englisch. Im dritten Jahr nehmen sie dann am regulären Unterricht der Kursstufe teil und machen das Abitur. Das berichtete der Schulleiter und Vorstand der Urspringschule, Dr. Rainer Wetzler.

15 bis 16 Jahre alt werden die Schüler sein, wenn sie aus China an die Urspringschule kommen. Man achte darauf, gute Schüler zu bekommen, die in China mit einer hohen Punktzahl die zehnte Klasse absolviert haben, sagte Wetzler, der seit diesem Jahr die Urspringschule leitet. Er hat inhaltliche Veränderungen angekündigt - eine davon ist das Spracheninstitut. Weitere Neuigkeiten präsentierten Wetzler und der Stiftungsratsvorsitzende Thomas Palm bei einem Besuch von Landrat Heinz Seiffert und den CDU-Landtagsabgeordneten Karl Traub und Karl-Wilhelm Röhm. So hat die Schule die Beitragssätze für Schüler aus der Region gesenkt - als ortsansässiges Gymnasium strebe die Urspringschule eine stärkere regionale Vernetzung an, betonte Wetzler. Palm sagte, dass die Urspringschule sich anders als etwa das Internat in Salem nicht als Eliteschule, sondern als Schule der Vielfalt und Talente verstehe. Mit bis zu 35 Auszubildenden sei diese einer der großen Ausbildungsbetriebe im Alb-Donau-Kreis. Die Schüler können parallel zum Abitur auch einen Gesellenbrief, etwa im Schreinerhandwerk, ablegen.

Die Schule brauche dringend eine leistungsfähigere Internetverbindung, sagte Wetzler. Dazu wird ein Glasfaseranschluss benötigt. Momentan läuft der Datentransfer noch über leistungsschwache Kupfer-Telefonkabel. Mit diesem Wunsch stieß Wetzler beim Landrat und den Abgeordneten auf viel Verständnis. Eine schnelle Internetverbindung sei für eine Schule unabdingbar, sagte Seiffert.

Zudem ist geplant, dass Schüler die Turbine am Urspringtopf reparieren, um umweltfreundlich Strom zu erzeugen. Rund 150 000 Euro sind dafür notwendig, die Schule sei im Gespräch mit Investoren.